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NBA Finals 2011: Matchup-Preview – Small Forwards, Power Forwards und Center

Heute Nacht ist es endlich soweit – Die NBA sucht wieder das beste Basketballteam der Welt. Bisher wurden 28 Teams im Laufe der Saison in den Urlaub geschickt, nur zwei Mannschaften dürfen weiter träumen. Die Dallas Mavericks und die Miami Heat kämpfen in den kommenden Wochen um die Larry O´Brien-Trophy, höchste Zeit also für eine Analyse der einzelnen Matchups

Small Forwards: Shawn Marion/Peja Stojakovic gegen Lebron James/ James Jones

  • Das Duell der Small Forwards wird sich in erster Linie zwischen Shawn Marion (11,2 PPG/6,3 RPG/2,1 APG/1,0 BPG/1,1 SPG) und Lebron James (26,0 PPG/8,9 RPG/5,5 APG/1,5 BPG/1,7 SPG) abspielen. “The Matrix” muss den stärksten Spieler der Heat verteidigen und wird dabei eine Menge Punkte kassieren. Zwar zählt Marion zu den besseren Verteidigern der Mavs, einem Lebron im “Panzer-Mode” Richtung Korb hat er aber auch nichts entgegenzusetzen. Es sei denn, Dallas spielt, wie in der Regular Season, Zone gegen Miami. Dann wird Lebron sich immer noch zum Korb tanken, aber zumindest stehen die Big Men der Mavs zur Hilfe bereit. Doch die Heat nahmen in der Saison auch lieber den langen Jumper, wenn sie sich einer Zone gegenüber sahen. Das ist zwar bei gemeinsamen 48,1% FG und 37,0% 3Pt durchaus legitim, gegen die Mavs wars eher ineffektiv. Offensiv wird Marion den ein oder anderen Floater treffen, dicke Punkte sind gegen James oder Bosh eher nicht zu erwarten. Jedes Foul, das er den “Big Three” anhängt, zählt dafür umso mehr. Peja Stojakovic (8,8 PPG/1,9 RPG) und James Jones (6,5 PPG/2,5 RPG) dürften etwa den gleichen Arbeitsauftrag haben: “Steh frei! Sollte der Ball zu dir kommen, triff so viele Dreier wie möglich.” Beide können an guten Tagen 20 Punkte machen und haben es im Verlauf der Playoffs bereits gezeigt.Jones brachte in Spiel Eins 25 gegen die Celtics (5-7 3Pt/10-10 FT) und Stojakovic schenkte Blazers (8-13 FG/5-10 3Pt) und Lakers (7-7 FG/6-6 3Pt) jeweils 21 Punkte ein. Das Matchup auf der Drei geht (Überraschung!) an die Heat – Lebron ist nunmal der beste Small Forward der Liga und wird auch gegen Dallas steil gehen. Viel wichtiger ist dabei, ob und wie Lebron gegen Dirk verteidigt und ob Stevenson und James prügelnd vom Platz fliegen

Power Forwards: Dirk Nowitzki/Brian Cardinal gegen Chris Bosh/Udonis Haslem/Juwan Howard

  • …womit wir auch schon auf der Vier wären – Beim wohl wichtigsten Matchup der Finals 2011! Wir präsentieren den Spieler mit dem höchsten Player Efficiency Ranking (PER) beider Teams in den Playoffs, der Mann mit der besten Playoff-Wurfquote der NBA…*drrrrrrrrrumroll*…Brian Cardinal (31,4 PER/100% FG/100 % 3Pt)…ääähm..ok…vielleicht einfach nochmal von vorn…
  • …womit wir auch schon auf der Vier wären – Beim wohl wichtigsten Matchup der Finals 2011! Hier entscheidet sich, wer Meister wird. Dirk Nowitzki (28,4 PPG/7,5 RPG/2,7 APG/3,2 TOPG) ist für die Mavericks…nee wieder falsch… Dirk Nowitzki ist die Mavericks! Wenn Dirk gegen die Verteidigung der Heat versagt, können Terry, Barea, Kidd und Stojakovic noch so viele Punkte machen, dann wird Miami Meister. Zum Glück ist der einbeinige Fade Away des Dirksters ziemlich verteidigungsresistent, auch wenn der Verteidiger Lebron heißt. Hier haben es zudem die Schiris in der Hand. Wird so kleinlich gepfiffen wie teilweise gegen OKC, können James und Bosh (18,6 PPG/8,9 RPG/1,1 APG/1,1 BPG) in arge Foulprobleme kommen. Dann dürfte relativ schnell Udonis Haslem (3,8 PPG/3,8 RPG) die Verteidigung des langen Blonden übernehmen. Haslem brachte direkt nach seinem Comeback die bewährte Intensität und kann vor allem defensiv Einfluss nehmen. 2006 machte er Nowitzki das Leben (bzw. Punkten) schwer, aber 2006 ist auch schon lange her und Dirk wie guter Wein… Auf der anderen Seite muss Bosh sein (zuletzt starkes) Offensivarsenal zeigen. Dallas hat bessere Angriffsoptionen und wird mehr scoren als die Bulls, daher müssen auch mehr Punkte für Miami her. Juwan Howard (kaum PPG/wenig RPG/keine APG) wird wohl keine Rolle spielen, außer eventuell als Foulpuffer für den Dirkster. Das Matchup der Power Forwards geht knapp an die Mavs, weil Dirk sich kaum stoppen lässt und sonst die Finals öde wären…

Center: Tyson Chandler/Brendan Haywood gegen Joel Anthony/Zydrunas Ilgauskas/Jamaal Magloire

  • Ja, die Center…Tyson Chandler (7,3 PPG/9,3 RPG) brachte Defense nach Dallas zurück und Brendan Haywood (3,4 PPG/4,4 RPG/1,0 BPG) spielt bisher ganz anständige Playoffs . Beide müssen dafür sorgen, dass die Zone dicht bleibt und dabei  möglichst wenig Fouls kassieren (besonders Chandler). Sollte Tyson Chandler wie in den Saisonspielen Chris Bosh verteidigen, besteht die Gefahr, dass Bosh ihn aus der Zone zieht und Dirk allein unterm Korb steht. Ansonsten gilt für beide Mavs-Center nur: Rebounds, Bretter, Abpraller. Auch Joel Anthony (3,3 PPG/5,1 RPG/2,1 BPG) und Zydrunas Ilgauskas (3,6 PPG/3,6 RPG) müssen Defense spielen bzw. müssen nur Defense spielen. Bisher leistete gerade Anthony dabei gute Arbeit und geht als bester Shotblocker (31 Blocks) in die Finals. Doch wie schon die Point Guards sind Miamis Center eher Beiwerk als Spielentscheider. Trotz Anthonys Zonenpräsenz geht das Matchup klar an die Mavs. Doch Chandler und Haywood müssen erst zeigen, dass sie die drei großen Heat stoppen können, ohne nach zwei Vierteln mit Foulproblemen die Bank drücken.

Fazit: Es werden geile Finals! Beide Teams müssen sich neuen Herausforderungen stellen: Dallas musste bisher maximal zwei Superstars stoppen und wird nun defensiv auf die Probe gestellt. Die Heat hingegen sehen sich einem Team gegenüber, bei dem gleich mehrere Bankspieler (Terry, Barea, Stojakovic) heißlaufen und 20 Punkte bringen können. Wie gut treffen Lebron, Dirk und Wade? Macht Chris Bosh den Unterschied? Was kommt von der Bank? Bringt der Dirkster den Flop und wird zum meistgehassten Sportler der FIVE-Blogger? Und warum liegt da eigentlich Strohrum? Eigentlich auch egal, denn wir werden es ja heute ab 03:00 (also morgen) erfahren (gratis via nba.de)…

Unsere Tipps:     Toby  4:3 Mavs  //  Manu  4:3 Heat

  • Damit das Warten nicht zur Qual wird, gibts die ausführliche Vorschau des Kollegen Aldridge und einen weiteren Teil der “Film don´t Lie“-Reihe bei Hardwood Paroxysm. Dort fragt man sich übrigens auch (berechtigt): Wie ridiculously awesome ist eigentlich Jason Kidd?! Ob Portland Brandon Roy in Rente schickt und wie die Bulls Miami hätten schlagen können, ist auch ganz interessant. Zum Abschluss noch der Dirkster zu den Finals

Happy Finals allerseits!

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109 Kommentare to “NBA Finals 2011: Matchup-Preview – Small Forwards, Power Forwards und Center”

  1. der Kay... says:

    Da haben James und Wade mit den letzten verdienten Punkten im My Player Mode wohl noch bei den Dreiern 5-10 Punkte zugelegt, oder.

    Denke nicht das die Mavs Chancenlos sind, die Bank hat nich das gebracht wie in den anderen Serien und dennoch war der Abstand nich extrem. Das erste Spiel nach 6 Spielen frei zu verlieren, egal, Kopf hoch, drängt die Mavs bissi in die Ecke, und mit einem Zitat von Doug Haffernan endend: “Drängt man eine Katze in die Ecke, kratzt sie vielleicht!”

    Go Mavs

  2. der Kay... says:

    Ähh, 6 Tage frei nat.

  3. PPP says:

    hm, das ausgerechnet die bank den unterschied macht für miami, das hätte wohl niemand gedacht.
    terry stand in der zweiten hälfte neben sich, was sicherlich auch an der defense von james lag.
    die hoffnung sollte aber nicht aufgegeben werden. die heat haben dallas nicht an die wand gespielt und dallas hat noch potential. das nächste spiel sollte aber gewonnen werden, um die heat unter druck zu setzen.
    hoffentlich hat der kaputte finger keine all zu großen auswirkungen auf dirks spiel.

  4. antimavprodirck says:

    dat wird wohl nicht mit dem Titel für Dirck
    irgenwie erinnern mich die MAVS an S04 (Meister der Herzen)
    und nie wieder Meisterschft…..
    schade um D.N

  5. der Kay... says:

    Welche Hand ist denn die Verletzte?!

  6. roddyb says:

    links

  7. der Kay... says:

    Danke

    Ich hatte mal ne Kapselverletzung an der Nichtwurfhand, is zwar nich so schlimm, aber behindert halt schon.

    Hoffentlich hemmt ihn das nich zusehr.

  8. der Kay... says:

    @antimavs…

    Dir CK?! hoffe das is ´n Insider und nicht ernstgemeint, Dirck!!!!!!!!!!! Oh mann!

  9. jusufjosten says:

    barea ist OVERRATED!!!!!!!!
    spielt er einmal gegen ne solide teamdefense nur noch grütze.
    haslem mit echt guter D vs dirk und bosh/miller/james sehr gute helpside. so wurden die jumper extrem erschwert und die drives gedoppelt.
    shit was war bloß mit der bank los?
    go dallas!

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