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Monday Bullets: Ein Blick in die Glaskugel

Zum Ausklang des Wochenendes gab es gestern Nacht einige Hochkaräter in der NBA zu bestaunen. Im vorgezogenen NBA Finale standen sich die Thunder und die Heat gegenüber, die Lakers empfingen die Grizzlies aus Memphis, Utah und Atlanta lieferten sich einen unglaublichen battle und vieles, vieles mehr.

Oklahoma City – Miami

DAS Highlight des Abends war das Spiel der Thunder aus Oklahoma City gegen das Dreigestirn der Miami Heat. Für Fans und Experten war dieses Spiel bereits ein Vorgriff auf das NBA Finale 2012, da sich die beiden potentiell stärksten Teams im direkten Vergleich gegenüberstanden. Hinzu kommt, dass beide Teams vor dem Spiel punktgleich auf Platz 2 in der gesamten NBA hinter den Chicago Bulls lagen und beim direkten Duell vier der sechs besten Korbjäger aufeinander trafen.  Angeführt vom überragenden Kevin Durant konnten die Thunder auf heimischem Court die einen Sieg einfahren und gewannen mit 103 zu 87. Angepeitscht von den verrückten Fans der Thunder, drehte vor allem Kevin Durant auf: 28 Punkte, 9 Rebounds und 8 Assists steuerte der Star von OKC zum Sieg der Thunder bei. Russell Westbrook musste aufgrund von Foul-trouble schon früh auf der Bank Platz nehmen. Knackpunkt des Spiels war das zweite Viertel, indem die Thunder mit einem 8-0 run davon ziehen und diesen Vorsprung bis ins vierte Viertel retten konnten. Dort wiederum verkürzten die Heat mit einem 8-0 run von ihrer Seite auf unter 10 Punkte Rückstand und machten das Spiel noch einmal spannend. Gewohnt sicher traf James Harden von der Bank, scorte jeweils 6/7 aus dem Feld, 6/7 von der Freiwurflinie und traf 1/1 Dreiern, sodass er sich am Ende 19 Punkte in den Boxscore schreiben konnte. Einmal mehr war sein Auftritt eine Empfehlung für die Auszeichnung des besten Sechsten Manns der Liga. Ebenfalls überzeugten für die Thunder in einer phyisch geführten Partie die beiden Big Man: Kendrick Perkins kam auf 16 Punkte und 6 Rebounds, Serge Ibaka auf 19 Punkte und 10 Rebounds. Für das Team von South Beach traf Dwayne Wade mit 22 Zählern am Häufigsten. Zudem legte er 4 Assists und 4 Rebounds auf, zeigte mit 6 Turnovern allerdings auch einen Negativwert der Saison. Das gesamte Team der Heat hatte in dieser Kategorie keinen guten Tag erwischt. 21 Turnover standen am Ende für die Miami Heat in den Büchern. Chris Bosh erzielte 18 Zähler, 5 Rebounds und 2 Assists, der King von Miami Lebron James kam auf 17 Punkte, 3 Rebounds und 7 Assists. Auch wenn die Aussagekraft des +/- Werts immer wieder in Frage gestellt wird: Auf Seiten von Miami kamen nur 2 Spieler auf einen positiven Wert: Neuzugang Ronny Turiaf mit +1 und James Jones mit +2. Die Werte des Dreigestirns aus Miami lesen sich mit -10 (James), -17 (Bosh) und -14 (Wade) eher mau. Alles in allem hatten die Heat der schnellen und physischen Spielweise der Thunder an diesem Abend nichts entgegenzusetzen. Die Chance zur Revanche bietet sich Miami aber schon 10 Tage später. Wir freuen uns darauf! (Spielbericht)

 

Utah – Atlanta

Was zu Beginn niemand ahnen konnte, das Spiel der Utah Jazz gegen die Atlanta Hawks war ein echter Kracher: Die Atlanta Hawks bezwangen die Jazz mit 139 zu 133. So weit, so gut. Das interessante an der Geschichte ist allerdings, dass sie dazu 4 (in Worten: VIER) Overtimes brauchten, um diesen Sieg einzufahren. Die vierfache Verlängerung bedeutet in vielerlei Hinsicht eine Besonderheit: Es war eines der drittlängsten Spiele in der Geschichte der NBA und das erste seit 1997, das über vier Verlängerungen ging. Überhaupt gab es bis jetzt nur neun Spiele, die über solch eine Marathon Distanz liefen. Ohne sich mit den Spielzügen der regulären Spielzeit aufzuhalten, hier die Chronologie der Ereignisse, wie es zu vier OT´s kam:

Zum Ende der regulären Spielzeit hatten beide Teams jeweils 89 Punkte, als Paul Millsap drei Sekunden vor dem Ende zu einem kurzen Jumper hochsteigt und nicht trifft…. Overtime.

Nach dieser erschrecken schlechter Verlängerung, in der es beiden Teams nur gelang jeweils 2 Punkte zu erzielen, hatte Devin Harris kurz vor Ende die Chance zum Sieg, sein Dreier landete allerdings auf dem Ring und es hieß folglich … 2. Overtime.

Harris machte es noch spannender zum Ende der zweiten Overtime. Diesmal wurde er seinen Wurf im dichten Verkehr der Jazz Defense los und der Ball guckte in typischer in-and-out Manier einmal in den Korb und entschied sich dann, doch nicht reinzufallen… 3. Overtime.

Am Ende der dritten Overtime war Paul Millsap mal wieder mit seinem Versuch des Gamewinners dran. Doch auch dieser landete bei Gleichstand auf dem Ring und es ging in die … 4.Overtime.

Nach nun so vielen vergebenen Chancen der Jazz, konnten die Hawks in der vierten OT hauchdünn davon ziehen. 16.9 Sekunden vor dem Ende traf Joe Johnson einen Jumper und verschaffte den Hawks eine 135 zu 131 Führung, die dann auch weiterhin Bestand haben sollte. Johnson war auch für die Hawks der beste Scorer und konnte mit seinen 37 Punkten maßgeblich zum Sieg von Atlanta beitragen. (Spielbericht)

 

Los Angeles Lakers– Memphis

In Los Angeles standen sich mit den Lakers und den Grizzlies zwei veritable Playoff-Contender gegenüber. Nach der vorangegangenen Niederlage gegen die Clippers im gleichen Gebäude konnten die Memphis Grizzlies vergangene Nacht den Sieg gegen Los Angeles mit nach Hause nehmen. Angeführt von Rudy Gay mit 18 Punkten hatte Memphis mit 102 zu 96 die Oberhand gegen die Lakers. Das Spiel wurde vor allem anfangs des dritten Viertels noch einmal richtig spannend. Zu Beginn des Viertels langen die Grizzlies mit 65 zu 51 vorne, ehe die Lakers mit einem 15-0 Lauf und einem Dreier von Ramon Sessions mit 66 zu 65 sogar in Führung gehen konnten. Sessions startete zum zweiten Mal seit einer Ankunft in LA und konnte mit 18 Zählern die Niederlage ebenso wenig verhindern wie Matt Barnes, der ebenfalls 18 Zähler erzielen konnte. Für Los Angeles zeigte Andrew Bynum einmal mehr, warum er so wertvoll für das Team ist. In einem Spiel in dem Kobe Bryant nie richtig zum Zug kam, scorte Bynum 30 Punkte und traf 11 seiner 16 Versuche. Kobe Bryant hatte einen durchwachsenen Arbeitstag. Er kam zwar auf insgesamt 18 Punkte, traf aus dem Feld 7-15 und von Downtown nur einen seiner vier Versuche. Zur Halbzeit hatte er nur 2 seiner 7 Versuche im Korb unterbringen können. Pau Gasol steuerte mit 16 Punkten und 14 Rebounds ein Double-Double bei. Dennoch reichten die Bemühungen der Lakers nicht aus, um gegen Memphis zu gewinnen. Dafür war vor allem die starke Teamleistung der Grizzlies ausschlaggebend: Sieben Spieler trafen für Memphis zweistellig. Zack Randolph spielte in seinem sechsten Spiel nach der Verletzungspause eine knappe halbe Stunde und kam am Ende auf 10 Punkte und 12 Rebounds. Die Grizzlies werden sich über die Unterstützung in der entscheidenden Phase der Saison freuen. (Spielbericht)

 

Denver – Minnesota:

Ein hervorragend aufgelegter Kevin Love führte seine Minnesota Timberwolves zu einem 117 zu 100 Sieg über die Denver Nuggets. Nur wenige Tage nach seinem career-high von 51 Punkten legte Love 30 Zähler und 21 Rebounds auf und garantierte so fast im Alleingang den Sieg für das Team aus dem hohen Norden. Ohne die verletzte Rookie-Sensation Ricky Rubio schaffte es Minnesota einen direkten Konkurrenten um den Einzug in die Playoffs zu besiegen. Allein Kevin Love ist es zu verdanken, dass die T-Wolves immer noch im Rennen um die Playoff-Plätze sind und sich die Hoffnungen auf einen Platz unter den begehrten Acht nicht nach der Verletzung von „Prettey Ricky“ in Luft aufgelöst haben. Für Rubio sprang letzte Nacht einmal mehr Luke Ridnour in die Presche und erzielte 25 Punkte und 6 Assists.  Für die Nuggets war Rookie Kenneth Faried mit 17 Punkten Topscorer des Teams, das schon fast traditionell ausgeglichen scorte. Neuzugang JaVale McGee legte in 25 Minuten ein Double-Double auf und erzielte 13 Punkte, 11 Rebounds und mindestens zwei extrem blöde Fouls. Es ist noch ein weiter Weg für den Mann mit den lustigsten Aktionen dieser Saison. (Spielbericht)

 

 

NBA roundup:

Im Aufeinandertreffen der Phoenix Suns und der Cleveland Cavaliers standen sich mit Steve Nash und Kyrie Irving zwei der besten Point Guards der Liga gegenüber. Trotz 16 Punkte von Irving holten die Suns mit 108 zu 83 den Sieg, haben nun wieder eine positive Bilanz und wahren die Chance auf einen Playoff-Platz. (Spielbericht)

Ohne den verletzten Ray Allen musste die Boston Celtics zuhause gegen die Washington Wizards ran. Avery Bradley, der Ersatz für Allen war auch sofort mit 23 Punkten zur Stelle und war damit Topscorer der Celtics. Pierce steuerte 21 Zähler zum Sieg gegen die „Zauberer“ bei, bei denen Neuverpflichtung Nené verletzungsbedingt aussetzen musste. Die Celtics gewannen mit 88 zu 76 gegen Washington. (Spielbericht)

Im Aufeinandertreffen der San Antonio Spurs gegen die Phildalphia 76ers behielten die alten Männer aus Texas die Oberhand. Die Spurs, die sechs der vergangenen sieben Spiele gewinnen konnten, besiegten Philly auch ohne Tim Duncan mit 93 zu 76. Duncan setzte aus, weil die Spurs ein back-to-back-to-back spielen mussten. In den Spielen zuvor wurden jeweils Parker und Ginobili geschont. Yahoo sports erlaubte sich einen Spaß und schrieb in den Boxscore hinter den Namen Duncan “DNP – old“. Topscorer für die Spurs war Tony Parker mit 21 Punkten, für Philadelphia traf Elton Brand mit 14 Zählern am Häufigsten. (Spielbericht)

Last but not least trafen letzte Nacht noch die Golden State Warriors auf die Portland Trail Blazers. Zwei Teams, die vor der Trading-Deadline noch ordentlich zugeschlagen hatte, standen sich gegenüber und Portland konnte mit 90 zu 87 gegen Golden State gewinnen. Raymond Felton traf mit 24 Zählern am besten für Portland. Auf Seiten der Warriors ragte Rookie Charles Jenkins 27 Punkten heraus. (Spielbericht)

 

Video des Tages:

Als Leckerbissen gibt es heute die Highlights aus der vierfachen Verlängerung im Spiel der Jazz gegen die Hawks:

 

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7 Kommentare to “Monday Bullets: Ein Blick in die Glaskugel”

  1. Joaha says:

    Korrektur: Atlanta und Utah hatten nach der regulaeren Spielzeit je 98 und nicht 89 Punkte :D

  2. Dave says:

    So krass die 4 Verlängerungen waren, bei Alba gabs mal 5(“in Worten” Fünf ;) ). Und ich war dabei in der schmucken alten MSH,
    war nen lustiges und geiles Spiel. :)

  3. KB24 says:

    habs auf dvd,geiles spiel echt,aber fakt is nunmal auch das alba in der woche vor diesem spiel keine 2 spiele bestritt die auch insgesamt 5OT mit sich birgten,das setzt das level und den wert diesen sieges nochmal um ein vielfaches höher.

    alleine EINE verlängerung in der NBA zu spielen wenn man auch den gewohnten 1 o 2 tage danach frei hat zehrt so sehr,und die rocken son spiel nach back to back to back! sorry aber dagegen is das albaspiel eig fast nen “witz”..

  4. Dave says:

    Na und :) , dieser Verein hat mich nunmal zum Basketball gebracht und ihm gehört mein Herzblut und zwar seit 17 von 22 Lebensjahren. Daher nehme ich mir die Freiheit absolut subjektiv alles andere etwas kleiner zu reden. ;)

  5. KB24 says:

    Na denn;)

    Alba 4eva,bib auch einer :D

  6. Dave says:

    Mittlerweile sollte man Howard wohl mit Anderson im Doppelpack holen, außer man hat jmd der Andersons Rolle spielen kann, zb. Dirk(nur halt besser).
    Da hat sich Griffin doch echt verstopft, weil er zu hoch und dadurch zu nah am Ring war. Das Problem hätte ich auch gerne. :)

    Als Lamars Welt noch in Ordnung war.
    http://www.youtube.com/watch?v=gjW_Ac5H5CA&feature=g-vrec&context=G27c9d11RVAAAAAAAACA

    und für KB :) http://www.youtube.com/watch?v=4ypNgepMsJM&feature=g-vrec&context=G2935858RVAAAAAAAADQ

    Dann bis morgen gegen Hagen ;)

  7. KB24 says:

    hahaa wie geil made my day :D

    marco die alte linke klinke,als linkshände rimmer gern gesehen :D

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