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Tuesday Bullets: OKC und Bulls verlieren, Kentucky holt NCAA-Titel

Memphis Grizzlies- Oklahoma City Thunder: 94-88

Mit einem Sieg hätten die Oklahoma City Thunder mit den Chicago Bulls gleichziehen können, doch vor allen Dingen O.J Mayo hatte anscheinend etwas dagegen, doch dazu später. Wir allen erinnern uns noch an die krasse sieben Spiele-Serie im Western Conference Halbfinale 2011. Gegen die Grizzlies hatten sich die Thunder damals deutlich schwerer getan als erwartet. Zwar konnte das Team aus Oklahoma bisher alle drei Aufeinandertreffen in dieser Saison für sich entscheiden, allerdings in drei hart umkämpften und knappen Partien. Auch dieses Matchup der beiden Mannschaften war von Beginn, trotz eines frühen 12-0 OKC-Runs ausgeglichen. Thunder-Pointguard Russell Westbrook erwischte einen schlechten Start und verfehlte zehn seiner ersten zwölf Würfe, was vor allem Grizzlies- Kettenhund Tony Allen zu anzurechnen ist (trotz zwei früher Fouls). Thabo Sefoloshas Dreier sorgte schließlich für eine 44-42 Führung der Thunder zur Halbzeit. Insgesamt 12 Führungswechsel und neun Unentschieden machten das Spiel spannend bis zur Schlussphase. Die Thunder gaben bis zum Ende noch einmal alles und kamen sogar nochmal bis auf einen Punkt heran. Nach dem O.J. Mayo kurz zuvor einen Dreier bei drohender Shot Clock Violation lieber Zach Randolph überließ, übernahm er 17 Sekunden vor Schluss die Verantwortung und versenkte den Spalding from Deep zur Spielentscheidung. Mayo war außerdem Top-Scorer seines Teams mit 22 Punkten von der Bank. Außerdem überzeugte Tony Allen mit 15 Punkten, aber vor alle, durch die zeitweise Stilllegung von Russell Westbrook. 18 Turnovers für die Thunder sprechen eine deutliche Sprache, außerdem konnten die sonst so Fast-Break- affinen Männern aus Oklahoma nur zwei Punkte aus selbigem erzielen. Insgesamt konnten die Thunder erst zum dritten Mal in dieser Saison weniger als 90 Punkte machen, trotz 21 Punkten von Durant (8-20 FG), 19 von Westbrook (5-16 FG, 9-10 FT). (Spielbericht)

Für Oklahoma geht es Mittwoch nach Miami, zur Vorschau auf das von so vielen prophezeiten diesjährige Finale gegen die Heat. Memphis muss zunächst heute zuhause gegen die Golden State Warriors ran, dann folgen einige dicke Brocken mit Dallas(2x), Miami und den Clippers.

Houston Rockets- Chicago Bulls: 99- 93

Vor mehr als einem Jahr hatten die Chicago Bulls zuletzt zwei Spiele in Folge verloren und zwar Anfang Februar 2011. Gegen die Houston Rockets sollte diese Serie ein Ende finden. Nachdem die Bulls am Sonntag in Oklahoma noch übel aus der Halle geschossen wurden, wollten die Mannen um Coach Tom Thibodeau ihren Status als Ligaprimus rechtfertigen. Welcome back: nach 14 Spielen Verletzungspause konnte der Original „Mask-Man“ Rip Hamilton wieder für die Bulls auflaufen, der Shooting Guard steuerte zwar zu Beginn sechs Punkte bei, leistete sich aber auch fünf Turnover in knapp 20 Minuten Einsatzzeit. Alles in allem erwischte Chicago aber den besseren Start und konnten mit einer elf Punkte Führung in die Halbzeit gehen, vor allem durch beinharte Defense im zweiten Viertel (nur 14 Rockets Punkte). Nachdem die sie Führung auf 13 Zähler ausgebaut hatten, begann ein furioses Comeback der Rockets. Die Raketen legten im dritten Viertel zunächst einen 14-1 Run zum Ausgleich hin, dicht gefolgt von einem 17-2 Lauf zur 84-72 Führung. Zwar kamen die Bulls zwei Minuten vor Schluss noch auf vier Punkte heran, aber als Courtney Lee einen Midrange-Jumper zur sechs- Punkte Führung versenkte, war das Ding gegessen. Überzeugend für die Rockets: Goran Dragic mit 20 Punkten und fünf Assists und Luis Scola mit 16 Punkten und 13 Rebounds. Erschreckend für die Bulls: 19 Turnovers und nur 8-17 von der Freiwurflinie. Chicagos Frontcourt kann zwar solide Zahlen vorweisen (Deng 24 Pkt, Boozer 16 Pkt 13 Reb, Noah 15Pkt 9 Reb), aber der Rose-lose Backcourt bleibt mehr als blass. Zwar haben die Bulls bewiesen, dass sie auch ohne den MVP gewinnen können (14-7 ohne Rose), aber ohne den Einsatz eines John Lucas oder CJ Watson schmälern zu wollen, sie können halt auf Dauer keinen MVP ersetzen. Bleibt abzuwarten wie schwer die Verletzung von Derrick Rose wirklich ist und ob wir ihn spätestens zu den Playoffs in alter Form wiedersehen. (Spielbericht)

Milwaukee Bucks- Washington Wizards: 112-98

Ein wichtiger Sieg für die Milwaukee Bucks im Kampf um den letzten Playoff-Spot im Osten. Gleich sechs Spieler der Bucks konnten zweistellig scoren, allen voran Brandon Jennings mit 19 Punkten, sieben Assists und sechs Rebounds. Monta Ellis und Mike Dunleavy Jr. Konnten jeweils 17 Punkte verbuchen und auch Ekpe Udoh überzeugte von der Bank (15 Pkt, 8Reb, 5 Ast). Bei den Wizards machte sich das verletzungsbedingte Fehlen der beiden Big-Men Trevor Booker und Néné bemerkbar, obwohl Jan Vesely (14 Pkt Career-High, 7 Reb) und Kevin Seraphin (15 Pkt) ihre Sache ordentlich machten. Washingtons Spielmacher John Wall (14 Pkt) teilte durch die Blume mit, dass er wohl mit der Leistung der Referees nicht sonderlich zufrieden war:  “I’m not going to say I got fouled, so I won’t get fined.“ (Spielbericht)

Für die Bucks stehen nun fünf Heimspiele in Folge an, unter anderem gegen den ärgsten Konkurrenten um Platz acht die New York Knicks. Werden die Knicks ohne STAT und Lin ihren zwei-Siege Vorsprung halten können? P.s.: Die Wizards können jegliche Hoffnung auf die Playoffs begraben, auch mathematisch haben sie nun keine Chance mehr…

Los Angeles Clippers- Dallas Mavericks: 94-75

Klarer Sieg für die Clippers in Texas. Das ist vor allem einem Spieler zu verdanken: Chris Paul? Blake Griffin? Nein, Randy Foye! Der Shooting erzielt 28 Punkte und trifft insgesamt acht Dreier (10-19 FG, 8-15 3er) und somit teilt er sich nun den Franchise Rekord für erzielte Dreier in einem Spiel mit Quentin Richardson (2004). Besonders unterstützt wurde er hierbei durch die Defense der Dallas Mavericks. Ihre Zonenverteidung ließ ihn ein ums andere Mal links liegen und somit stand Foye einige Male mutterseelenallein an Dreierlinie. Da war es auch nicht weiter tragisch, dass CP3 nur acht Punkte erzielte (3-12 FG, aber 10 Ast) und Blake Griffin immer noch keine Freiwürfen treffen kann (1-5 FT), dennoch 15 Punkte, 16 Rebounds für Blake. Dallas musste verletzungsbedingt auf Jason Kidd und Lamar Odom verzichten. Bester Scorer für die Mavs war Dirk mit 19 Punkten, gefolgt von Jason Terry mit 15 Zählern. Dallas schmeißt 18 von 23 Dreierversuchen an den Ring und trifft in der ersten Halbzeit nur gruselige 35% aus dem Feld. Die Mavericks rutschen somit hinter Memphis auf Platz sechs in der Western Conference, treffen aber in den nächsten vier Tagen zweimal auf die Grizzlies und können so die alte Ordnung wieder herstellen. (Spielbericht)

Für die Clippers bedeutet dieser Sieg die erste sechs Spiele- Siegesserie seit März 1992! Damals unter anderem im Clippers Kader, Ron Harper und Doc Rivers. Mittwoch heißt es dann Derby-Time im Staples Center gegen die Lakers.

Weitere Ergebnisse:

Minnesota Timberwolves- Sacramento Kings: 108-116

Schrecksunden für beide Teams: Zunächst verletzt sich Kings- Topscorer Marcus Thornton am Oberschenkel, dann landete Wolves-Point Guard Luke Ridnour auf Jimmer Fredettes Fuß und knickte böse um. Die einstige Point-Guard Sammelstelle im hohen Norden ist nun mehr als dünn besetzt auf der Eins, Rubio kehrt bekanntermaßen diese Saison nicht mehr zurück und auch JJ Barea musste verletzungsbedingt einige Spiele aussetzen, wird allerdings Mittwoch zurückerwartet. Natürlich wurde auch Basketball gespielt und das auch ziemlich ausgeglichen bis zum vierten Viertel. Dann allerdings ereignete sich Ridnours Verletzung und die Kings konnten das Momentum nutzen und einen 116-108 Heimsieg einfahren. Überzeugend für die Kings Tyreke Evans (24 Pkt, 10 Reb, 7 Ast), DeMarcus Cousins (20 Pkt, 9 Reb) und Jimmer Fredette mit 19 Punkten von der Bank. (Spielbericht)

Utah Jazz- Portland Trail Blazers: 102-97

Ein bis zum Ende ausgeglichenes und spannendes Spiel bei dem sich die Schlüsselszene etwa 27 Sekunden vor Schluss ereignet beim Stand von 98-97 für die Jazz. Einwurf für Portland in Utahs Hälfte, aber Raymond Felton lässt sich in einem Anfall von Sekundenschlaf den Ball von Jamaal Tinsley stehlen. Der findet Paul Millsap (31 Punkte, 11 Reb) unterm Korb und damit heißt es drei Punkte vor für die Männer aus der Salzsee-Stadt. Nicolas Batum kann den nun fälligen Dreier nicht verwandeln und somit nehmen die Utah Jazz einen wichtigen Sieg im Rennen um die Playoff-Plätze im Westen mit nach Hause. (Spielbericht)

NCAA Finale: Kansas- Kentucky: 59-67

March Madness is over…. und die NCAA hat mit den Kentucky Wildcats einen verdienten und eindeutigen neuen Champion.
Die favorisierten Wildcats, die seit 1998 zum ersten Mal wieder den Titel für sich verbuchen konnten, setzten sich in einem emotionalen Finale mit 67:59 gegen die Kansas Jayhawks durch. Das medial sehnsüchtig herbeigesehnte Finale war nicht nur ein Duell der beiden Startrainer Bill Self (Kansas) und John Calipari(UK), sondern auch das Gipfeltreffen der beiden All Americans und besten Spieler des Jahres: Anthony Davis (C/F) und Thomas Robinson(PF).

Trotz schwacher Trefferquoten unterstrichen beide Spieler durch ihre Leistungen, warum sie im kommenden Draft als Top Pick (Davis) und Top 3-5 Pick (Robinson) eine sichere Sache sind. Robinson kam auf 18 Punkte und starke 17 Rebounds. Davis hingegen zeigte, was Rick Pitino kürzlich mit dem Vergleich mit dem großen Bill Russell meinte: Davis (wurde auch zum MOP gekürt) schoss nur 1-10 aus dem Feld und kam lediglich auf magere 6 Punkte, doch dank seiner überragenden defensiven Fähigkeiten und seinen “Intangibles”, war er dennoch der entscheidende Mann am Feld. Davis kam zusätzlich auf 16 Rebounds, 5 Assists, 3 Steals und 6 Blocks…und bewies ein Spiel auch ohne Scoring kontrollieren zu können. Dem Gewinner der kommenden Draft-Lottery kann man jetzt schon beglückwünschen. Bester Scorer auf Seiten der Wildcats war Doron Lamb mit 22 Punkte. Small Forward Freshman Michael Kidd-Gilchrist kam auf 11 Punkte und 6 Rebounds für Kentucky. Alles in allem war die geballte Starpower Kentuckys unter Führung des umstrittenen John Calipari an diesem Abend einfach zu viel für die Jayhawks.

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5 Kommentare to “Tuesday Bullets: OKC und Bulls verlieren, Kentucky holt NCAA-Titel”

  1. ca$h says:

    @Mask: Dafür müssen die Bockwürste die pos erstmal erreichen;)
    Bei dem Restspielplan kein Selbstläufer.
    Kudos @Kentucky, wär krass wenn die aus Flux ne Ehrenrunde wie die Florida Gators bringen wollen würden…

  2. Dave says:

    Wenn sie das machen wirds richtig übel, denn einige der Tophighschooler sehen Kentucky als mögliche Uni. Zum Beispiel Nerlens Noel und wenn ich mich nicht irre auch Shabazz Muhammed. Also Teague(?), Muhammed, MKG, Davis und Noel.
    Fab Five, gäbe wohl keinen passenderen Ausdruck.

  3. Ty says:

    Kentuky war dieses Jahr schon richtig Übel und alle werden in die NBA gehen bei den Summen die sie auf dem Tisch lassen würden kommen sie niemals zurück.

    Und die Highschool Jungs kommen nicht nach Kentucky um mit den Jungs zu spielen sondern um zu übernehmen.

    Die Fab Five waren aber alle Freshman das nochmal zu schaffen 5 Top 50 Prospects an eine Schule zu bekommen ist fast unmöglich.

  4. “Die Knicks hoffen aber, dass der Amerikaner mit Wurzeln in Taiwan bis zu den Play-offs wieder fit wird….” Focus Online

    “Juhu, Linsanity zu Playoffs wieder fit! ” Black Mask

    Hoffen heißt soviel wie die Knicks wünschen das Lin bis dahin wieder halbwegs auf dem Dam ist. Das steht nun bei weitem noch nicht fest ;) kann noch viel passieren!
    Zu wünschen wärs den Knicks die Playoffs zu schaffen und dort vielleicht einen positiven End Eindruck zu hinterlassen, nach dieser vorsichtig ausgedrückt durchwachsenen Saison!

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