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Tuesday Bullets: Kommt ein Manimal geflogen, im Westen geht’s zur Sache

San Antonio Spurs- Utah Jazz: 84-91

Jede Serie findet mal ein Ende. Die elf Spiele andauernde Siegesserie der San Antonio Spurs sollte ihr Ende in Salt Lake City finden. Gregg Popovich ließ seine Big Three in Texas, um ihre ermüdeten Knochen zu schonen, so bekam der Zuschauer eine ungewohnte Spurs Rotation zu sehen. Auch Utah musste verletzungsbedingt auf einige Spieler verzichten (Howard, Miles, Watson, Bell). Bei beiden Mannschaften lief zu Beginn des Spiels nicht viel zusammen, die Spurs trafen nur einen ihrer ersten sechs Würfe, Utah nur einen von sieben. Wirklich interessant wurde das Spiel dann ersten im vierten Viertel, als Utah noch mit acht Punkten zurück liegt. Vor allem der Crunch-Time- Performance von Devin Harris und Paul Millsap haben die Jazz es zu verdanken, dass sie wieder bis auf ein 75-75 herankamen. Es folgte ein Dreier von Harris (25 Pkt, 6 Reb, 6 Ast), der sofort durch einen Dreier von Gary Neal auf der anderen Seite beantwortet wurde. Ein weiterer Dreier von Devin Harris, sowie Freiwürfe führten schließlich zum 84-80 für Utah. Dann netzte Paul Millsap (18 Pkt, 10 Reb) einen Jumper und da die Spurs Boxout gerade in so einer Phase des Spiels für überbewertet hielten, knallte Millsap auch noch einen Putback durch den Ring, die Vorentscheidung. Durch diesen Sieg können die Jazz den Rückstand auf den heiß ersehnten letzten Playoff- Spot im Westen auf 1 ½ Spiele verkürzen. Spielbericht

Die Utah Jazz nehmen wohl D-League All–Star Blake Ahearn für zehn Tage unter Vertrag. Der Guard legte diese Saison für die Reno Bighorns im Schnitt beachtliche 23,8 Punkte und 5,1 Assists auf. Wahrscheinlich ist er schon am Mittwoch beim enorm wichtigen Spiel gegen die Houston Rockets mit dabei.

Phoenix Suns- Minnesota Timberwolves: 114-90

Die Suns haben einmal mehr bewiesen, dass sie mehr können als Pick and Roll mit Steve Nash und einem beliebigen Big Man. Vor allen Dingen die zweite Garde der Suns konnte an diesem Abend zeigen was sie drauf haben. Top Scorer war Rookie Markieff Morris mit 21 Punkten und sechs Rebounds. Insgesamt erzielte die Bank der Suns 66 Punkte, die Wolves Bank nur 27. Kevin Love mit soliden Zahlen wie immer (25 Punkte, 13 Reb), allerdings wirkte er irgendwie müde, fraglich warum Coach Rick Adelman den All-Star bei der offensichtlich nicht mehr abzuwendenden Niederlage nicht etwas mehr schonte. Phoenix konnte seiner ersten Garde um Dirigent Steve Nash etwas Ruhe gönnen für den nun folgenden wichtigen Roadtrip (Memphis, Houston, San Antonio). Für die Timberwolves war es die sechste Niederlage in Folge und nachdem sie im März einen beachtlichen Angriff auf die Playoff-Plätze hinlegten, können die Rubio-losen Wölfe wohl jegliche Postseason- Hoffnungen begraben. Spielbericht

Los Angeles Lakers- New Orleans Hornets: 93-91

Durch einen späten 15-2 Run konnten die Lakers eine Niederlage gegen die Hornets gerade eben so noch abwenden. Ohne den verletzten Kobe Bryant (Schienbeinverletzung) waren es diesmal die beiden Lakers Big Men, die das Spiel dominierten. Pau Gasol mit 25 Punkten und neun Rebounds und Andrew Bynum mit 18 Punkten und elf Rebounds. Schließlich sorgten zwei Clutch-Dreier von Metta World Peace und Ramon Sessions (17 Pkt, 6 Ast, 6 Reb) für eine sechs Punkte Führung für das Team aus Kalifornien bei noch 26 Sekunden auf der Uhr. Auf der Gegenseite brachte Greivis Vasquez die Hornets durch einen Dreier noch einmal heran. Schließlich sind noch 1,2 Sekunden zu spielen, Ballbesitz für die Lakers beim Stand von 93-91. Metta World Peace soll den Ball ins Spiel bringen, der Referee rückt den Ball aber nicht raus. Es herrscht Verwirrung ob Matt Barnes im Spiel ist oder nicht und Jason Smith weiß nicht ob er ihn verteidigen soll oder nicht. Matt Barnes ist im Spiel und bleibt in der Hälfte der Lakers und steht dabei alles andere als frei. Das scheint Metta aber egal zu sein, er spielt einen sehr riskanten Pass zu Matt Barnes und zu seinem Glück kann Matt Barnes den Ball irgendwie vor Jason Smith retten. Lakers- Coach Mike Brown erleidet einen mittelschweren Nervenzusammenbruch und man kann sich nur Fragen von welchen Dämonen Metta World Peace mal wieder geritten wurde, den Ball unter den eigenen Korb zu servieren. Sein Kommentar dazu: “I was a math major. Smith is slow and Barnes is fast”. … Spielbericht

Golden State Warriors- Denver Nuggets: 84- 123

Klare Angelegenheit in der Mile-High-City für die Nuggets, vor allem dank Kenneth „the Manimal“ Faried. 27 Punkte und 17 Rebounds in nur 24 Minuten für Denvers Power Forward mit den Sprungfedern im Schuh, beides Career- Highs für ihn. Beim vorherigen Aufeinandertreffen der beiden Teams am Sonntag war das genaue Gegenteil von ihm zu sehen, nur ein Pünktchen und vier Rebounds. Seine gestrige Performance war aber ein absolutes Ausrufezeichen, Alley-Oops, Dunks und Putbacks begeisterten die Crowd im Pepsi-Center, bleibt abzuwarten wie konstant der Rookie soliden Zahlen auflegen kann. Außerdem erfreulich für die Nuggets, Danilo Gallinari kehrte nach einer Daumen-Fraktur, die ihn zehn Spiele aussetzen ließ, zurück ins Lineup und meldete sich prompt mit 15 Punkten, sechs Assists und fünf Rebounds zurück. Die Statistiken untermauern die insgesamt starke Vorstellung der Nuggets: 54,5 % aus dem Feld, 50 % von der Dreierlinie dazu outreboundeten sie die Warriors 60-27! Sollten die Nuggets an diese Leistung anknüpfen können, sollte es für Platz acht auf jeden Fall reichen und wer weiß, was da noch zu holen ist für das Team von George Karl. Spielbericht

Los Angeles Clippers- Memphis Grizzlies: 85-94

Diese beiden Teams sehen sich möglicherweise in der ersten Runde der Playoffs wieder. Das gestrige Aufeinandertreffen im FedEx-Forum in Memphis war ein Vorgeschmack auf das, was uns vielleicht in ein paar Wochen erwartet. Allerdings hatte diese Generalprobe einen relativ eindeutigen Sieger: die Memphis Grizzlies. Abgesehen von den ersten paar Spielminuten lagen die Clippers die ganze Zeit zurück. Zwar kamen die Clippers in der Schlussphase nochmal auf drei Punkte ran, aber Memphis ließ sich den verdienten Heimsieg nicht mehr nehmen. Gleich sechs Spieler der Grizzlies konnten zweistellig Punkten allen voran All-Star Center Marc Gasol (18 Punkte). Einziger Wermutstropfen: 20 Turnovers sind vielleicht doch etwas viel, hätte Memphis nicht so sicher getroffen (50% FG) und unterm Brett geackert (48-36 Rebounding) wäre dieses Spiel sicherlich anders ausgegangen. Memphis ist damit nur ein halbes Spiel hinter den L.A. Clippers im Kampf um Platz vier und dem Erstrunden- Heimvorteil. Spielbericht

Houston Rockets- Portland Trail Blazers: 94-89

Angeführt von Point-Guard Goran Dragic (22 Punkte, 7 Ast) holen die Rockets einen weiteren wichtigen Sieg, um ihre Position innerhalb der Top-8 im Westen zu behaupten. Goran Dragic, der im Sommer Free Agent wird, steht angeblich ganz oben auf der Einkaufsliste von Blazers GM Chad Buchanan. Aber auch andere Rockets konnten überzeugen, Chase Budinger mit 15 Punkten von der Bank und der genesene Kyle Lowry mit 13 Punkten in seinem zweiten Spiel nach 15 Spielen Pause. Marcus Camby steuerte in alter Wirkungsstätte neun Punkte und elf Rebounds bei. Für die Trail Blazers ist LaMarcus Aldrige zwar mit 20 Punkten zur Stelle, aber es reicht dennoch nicht zum Sieg. Für Portland rückt die Postseason in immer weitere Ferne, so sind es nun schon 4 ½ Siege Rückstand auf Platz acht. Spielbericht

Sollte Rip-City noch mal alles geben für einen möglichen Postseason-Run oder stehen die Zeichen ganz auf Rebuild im Sommer?

Oklahoma City Thunder- Milwaukee Bucks: 109-89

Souveräner Sieg für Oklahoma City, bei dem sich auf Seiten Milwaukees Frustration breit machte. Insgesamt fünf Technical Fouls für die Bucks, die Thunder kamen auf zwei, außerdem gerät Mike Dunleavy Jr. mit Serge Ibaka aneinander. Basketball wurde aber auch noch gespielt und dabei überzeugten mal wieder Russell Westbrook mit 26 Punkten und Kevin Durant mit 19 Punkten, obwohl beide keine überragenden Wurfquoten vorweisen konnten. Mit sieben Steals zeigte Thabo Sefolosha, was für ein wertvoller Verteidiger er ist und zusätzlich steuert er noch 14 Punkte bei. Die Bucks haben damit wieder 1 ½ Spiele Rückstand auf New York und Philadelphia und empfangen am Mittwoch die Knicks für ein absolut wichtiges Heimspiel im Kampf um die letzten Playoff-Plätze im Osten. Spielbericht

Weitere Ergebnisse:

Toronto Raptors- Indiana Pacers: 98-103

Drei Viertel lang sah es nach einem ungefährdeten Sieg für die Indiana Pacers aus. Doch durch einen späten 15-2 Run im vierten Viertel kamen die Raptors noch einmal bis auf zwei Punkte heran. Aber einige Roy Hibbert Hustle Plays, sowie Dreier von Ex-Raptor Leandro Barbosa und George Hill sorgten schließlich für den siebten Heimsieg in Folge. Spielbericht

Washington Wizards- Charlotte Bobcats: 113-85

Ein Aufeinandertreffen bei dem man die Wizards als Favoriten bezeichnen kann, gibt es wahrlich nicht allzu oft, aber gegen die Charlotte Bobcats wurden sie dieser Rolle sogar gerecht. Vor allem die Wizards Bank überraschte durch ungewohnt starkes Scoring. James Singleton mit 18 Punkten und 12 Rebounds, Cartier Martin mit 19 Punkten und Roger Mason Jr. mit 17 Punkten. Der Tscheche Jan Vesely konnte das erste Double- Double seiner Karriere verbuchen (11 Pkt, 11 Reb). Einziger Lichtblick für die Bobcats: Corey Maggette mit 23 Punkten und Rookie Kemba Walker mit 16 Punkten, sieben Rebounds und sieben Assists, seine Leistung wurde allerdings ein wenig durch die schlechte Wurfausbeute getrübt (5-14 FG). Spielbericht

Detroit Pistons- Orlando Magic: 89-119

Blowout- Win für die Orlando Magic im heimischen Amway Center. Zwar mussten die Magic erneut auf Dwight Howard verzichten, aber Glen „Big Baby“ Davis sprang einmal mehr in die Bresche und legte 16 Punkte und 16 Rebounds auf. In letzten fünf Spielen erzielte Davis im Schnitt 20 Punkte und holte 12 Abpraller, also durchaus Howard-like Numbers. Die Magic lassen ihr gewohntes Dreier- Bombardement auf die Pistons los und versenken 15 von 28 Dreier-Versuchen (53,6 %). Orlandos Starting Five erzielt zusammen 90 Punkte, Top Scorer ist Jason Richardson mit 22 Punkten (6-7 3er). Spielbericht

Video des Tages: Metta World Peace…being Metta World Peace!

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5 Kommentare to “Tuesday Bullets: Kommt ein Manimal geflogen, im Westen geht’s zur Sache”

  1. ca$h says:

    @Faried : “Seine gestrige Performance war aber ein absolutes Ausrufezeichen, Alley-Oops, Dunks und Putbacks begeisterten die Crowd im Pepsi-Center, bleibt abzuwarten wie konstant der Rookie soliden Zahlen auflegen kann.”
    – Macht er doch schon die ganze Saison!
    Memphis lebt wieder Grit & Grind Hustle. Sehr geiler Bball und deren Hallensprecher ist auch cool. Seit letzter Saison haben die mit mir einen Sympathisanten mehr. :)
    Metta’s World muss man nicht verstehen :D

  2. KB24 says:

    dann eben hie rnochmal :)

    eeeeeeeeeeeeeeeendlich geht die seite wieder…..maaaan verdammt…ne knappe woche musst ich diesen syntax error ertragen boa war das abgefuckt….-.-

    so,geiles spiel von memphis,allg die form der bären bärenstark :)
    miami dominiert,den flippers auch keine chance gelassen.

    und faried bestätigt mich echt ohne ende,geil :D

    der dunk von ramon sessions und thabo in milwaukee waren echt hart^^

    fivemag.de endlich wieder back ! :D

    ps.:war eig echt nen geiles inboundplay von brown,genau mettas style eig,wie abgeklärt barnes da in der ecke wartet und smith voll wien aufgescheuchtes huhn aussehen lässt haha zu geil :D

  3. Melo says:

    Ich bin echt mal gespannt wie weit die grizzlies kommen. Randolph findet langsam zu alter Form, Gay und Gasol spielen auf einem Allstar Level, Conley und Mayo sehr solide. Mit Allen haben sie vllt den besten perimeter defender der liga und arenas überrascht positiv. Die Grizzlies sind definitiv der ultimative Sleeper dieses Jahr, würd mich nicht wundern wenn die in die finals kommen und dort Miami weghauen. San Antonio will gegen die wohl nicht noch mal spielen und OKC wäre letztes Jahr schon fast gegen Memphis ohne Gay rausgeflogen…. Und ein Team wie Miami hätte einem Frontcourt mit gasol und zbo nichts entgegen zu setzten.

  4. Dave says:

    Da freut man sich auf den Bigman Collegenachwuchs und was machen die?? Bleiben am College, selbst Drummond bleibt wohl bei Uconn. Nicht als wenn ich was gegen besser ausgebildetet Spieler hätte. Aber ey Jungs hab mich schon so gefreut wieder bessere,frische Bigs in vielen Teams zu sehen…

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