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Thursday Bullets: Endspurt im Westen, Boston mit Division-Titel

In der Western Conference liefern sich Phoenix, Houston und Utah ein Fernduell um den letzten Playoff-Platz. Boston erobert sich den Titel in der Atlantic Division. Harden dreht mächtig auf. LeBron kann mal wieder ohne Wade. Und Pau Gasol liefert das fünfte Trible-Double seiner Karriere.

Utah Jazz – Portland Trail Blazers: 112-91

Den Jazz gelingt der Sprung auf den achten Platz im Westen, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Der Sieg Utahs ist eigentlich zu keiner Zeit in Gefahr. Dafür sorgt Devin Harris bereits im ersten Vierteln, in dem er sechs Dreier versenkt. Der Aufbau, der auch gerne mal dafür bekannt ist, sechs Dreier zu nehmen und sie nicht zu treffen, gibt nach dem Spiel direkt sein Geheimnis preis: „Es wirkt Wunder, wenn du weit offene Würfe nimmst.“ Die wird es in den Playoffs nicht mehr geben – sollte es Utah denn schaffen.

Neben Harris, der auf 24 Punkte, je vier Rebounds und Assists kommt, spielt Hayward stark (23 Punkte) und Al Jefferson tanzt sich durch die Zone zu einem Double-Double (elf Punkte, zehn Rebounds). Es ist das 29. Mal diese Saison, dass Jefferson zweistellig bei den Punkten und Rebounds ist.

Bei Portland kommt indes nicht viel Gegenwehr. Das Verpassen der Playoffs ist für die Mannschaft aus „Rip City“ nur noch theoretisch möglich. Dementsprechend motiviert sehen die Blazers auch aus. Wes Mathews (21, vier Rebounds, zwei Assists) ist stärkster Mann. Übrigens: Kennt ihr den noch? (Spielbericht)

Houston Rockets – Dallas Mavericks: 110-117

Der Einen Leid ist des Anderen Freud. Die Mavs brauchten dringend einen Sieg, um Ruhe in den Kader einkehren zu lassen und die eigene Position im Westen zu stärken. Houston brauchte den Sieg eigentlich noch dringender, um überhaupt in die Playoffs zu kommen.

Nach zwei Niederlagen nach Verlängerung in Folge – gleichbedeutend mit 96 (!) Spielminuten für Dirk – waren vor dem Spiel leise Zweifel aufgekommen, ob der Deutsche gegen die Rockets Leistung bringen würde. Dirk gibt die Antwort auf dem Basketballfeld – und das ist schließlich die schönste, oder nicht? „In der ersten Hälfte war ich einen Schritt zu langsam. Dann ging es los.“ Jap, auf den Punkt gebracht. In der zweiten Hälfte knallt Nowitzki den Rockts 31 seine insgesamt 35 Punkte um die Ohren. 21 davon kommen im letzten Viertel. Gemeinsam mit Jason Terry (19 Punkte, vier Rebounds, drei Assists) läutet er einen spätern 20-6-Lauf ein und sichert den Sieg gegen den texanischen Rivalen.

Houston darf sich bei einem starken Goran Dragic (20 Punkte, zwei Rebounds, zehn Assists) bedanken, dass sie so lange mithalten Marcus Camby (elf Punkte, 17 Rebounds) ebenfalls mit einem starken Double-Double. Bei den Rockets, von denen eigentlich jeder glaubte, sie haben die achten Platz im Westen sicher, müssen sie jetzt die restlichen Partien gewinnen und auf einen Ausrutscher der Konkurrenz aus Salt Lake City warten. Chander Parsons gibt die Devise vor: „Wir müssen zusammen bleiben und dürfen die Köpfe nicht hängen lassen. So verrückt es auch klingen mag, es ist noch nicht vorbei.“ Oder wie es dieser nette Gefängniskollege von „Sly“ formuliert… (Spielbericht)

Oklahoma City Thunder – Phoenix Suns: 109-97

Es klingt abgedroschen, aber vielleicht ist es Zeit, in den Sonnenuntergang zu reiten. Grund dafür ist ein Flügelspieler mit wolliger Gesichtsbehaarung.

Harden zerlegt die Suns mit 40 Punkten (Karrierebestwert), dazu kommen sieben Rebounds und drei Assists. Damit sollte das Rennen um den besten sechsten Mann entschieden sein. Lou Williams, Respekt – aber gebt Harden einfach die Trophäe. Unterstützung gibt’s von Durant (29 Punkte, elf Rebounds, fünf Assists).

Bei den Suns spielt Dudley gut (21 Punkte, sechs Rebounds, ein Assist). Phoenix hat noch Chancen auf den letzten Playoffplatz, dafür müssen sie aber nun, ebenso wie Houston, auf einen Patzer der Jazz hoffen. Die Thunder sind nun wieder ein halbes Spiel hinter den Spurs im Kampf um die beste Bilanz des Westens.

Ebenfalls erwähnenswert: John McLeod (nein, nicht der von Highlander), der als Trainer die meisten Siege für die Suns eingefahren hat, wird in der Halbzeit in den „Ring of Honor“ der Suns eingeführt. Wir sagen Glückwunsch! (Spielbericht)

Weitere Partien:

Orlando Magic – Boston Celtics: 98-102

Paul Pierce kommt zu den Playoffs immer besser in Fahrt. Nach seinen 43 Zählern gegen New York macht er auch gegen die Magic den Unterschied. Neben dem bekannten Scoring (21 Punkte) legt er auch 14 (!) Vorlagen auf: „ Ich wollte einfach nur aggressiv sein, mit dem Fokus aufs Punkten, und wenn die Verteidigung über mir zusammenbricht den einfachen Pass spielen.“ Hört sich nach einem Erfolgsrezept an.

Ein solches können die Magic derzeit nicht vorweisen. Der Bandscheibenvorfall von Wechsel-Diva Howard wirft die Mannschaft im Rennen ums Heimrecht in der Meisterrunde enorm zurück. Und Glen Davis (27 Punkte, sieben Rebounds) kann es auch nicht alleine richten. Sonst bleibt ihm ja gar keine Zeit mehr für McDonald’s…

Zu feiern gab es neben dem Sieg auch was in Boston. Nämlich den 50. Geburtstag ihrer fünften Meisterschaft. 1962 holten sich Russel, Cousy & Co. den Titel im siebten Spiel der Finals gegen die Lakers. (Spielbericht)

Los Angeles Lakers – Golden State Warriors: 99-87

Wer braucht schon die schwarze Mamba, wenn sich die zwei Großen unterm Korb blendend verstehen? Im sechsten Spiel in Folge ohne Bryant sind es wieder Gasol und Bynum, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Gasol bringt das fünfte Triple-Double seiner Karriere (22 Punkte, elf Rebounds, elf Assists) und gibt den Ballverteiler im Post. Bynum nutzt Kobes Abwesenheit, um sich weiter als bester Spieler der Lakers zu empfehlen (31 Punkte, neun Rebounds). Wenn diese Lakers wollen, sind sie schwer zu schlagen. Interessant wird es sein zu beobachten, wie die Mannschaft auf die Rückkehr von Kobe reagiert. (Spielbericht)

Toronto Raptors – Miami Heat: 72-96

Pflichtsiegt für die Mannschaft, die nicht zwei, nicht drei… Ihr wisst Bescheid. Anstatt sich für die Playoffs zu schonen, bringt James (28 Punkte, fünf Rebounds, vier Assists) einmal mehr schlagende Argumente, warum er der MVP dieser Saison ist. Auch ohne Wade, der wieder verletzt fehlt, fahren die Heat den Sieg ein. (Spielbericht)

VIDEO DES TAGES

James Harden. Der Mann kann!

 

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5 Kommentare to “Thursday Bullets: Endspurt im Westen, Boston mit Division-Titel”

  1. eightch says:

    die kelten haben sich die letzen fünf jahren jeweils den division-titel geholt, waren zwei mal in den finals und haben einen titel gewonnen…
    mal schauen was die alten herren noch aus dem ärmel schütteln… und die finals gegen die spurs dann auf den nachmittag vorverschoben werden, weil sonst schon bettzeit im seniorenstift ist? ;)

  2. Lence Laroo says:

    Lol für das Finale könnt ich mich auch erwärmen, da kann ich dann auch mal bei jeder Aktion die Fouls sofort ohne Wiederholung erkennen ;-)

  3. LOL says:

    ist dann da snoch basketball oder eingit man sich daarauf, die ganze ssache gleich im rollstuhl anzugehen?

  4. KB24 says:

    boa ne also es gibt ja paarungen die müssen fürn nba fan einfach nich sein…TOTALE horrorszenarian wären da ja spurs-celtics(oohhh gottt WÜÜÜRG,brechreiz) oder spurs-heat(…-.-)…bitte lieber bballgott,wenns dich wirklich gibt,alles-nur nich das!!

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