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Sunday Bullets: Utah macht (fast) alles klar – Rose ist zurück – Miami ohne Big Three

Utah ist der lachende Dritte im Kampf um die Playoffs. Die Nuggets sind zu tief und zu schnell für die Suns. Houston kann doch noch gewinnen, merkt das aber vielleicht zu spät. Rose kehrt zurück und die Mavericks schenken ihm den Sieg. Philly lebt doch noch. Miami ohne die Big Three zu schlecht für Washington. Und die Grizzlies sind heiß.

Orlando Magic – Utah Jazz: 107-117

Noch 2 Sekunden beträgt die Spielzeit auf der Uhr gestern Nacht in Salt Lake City als der Topscorer des Abends Jameer Nelson (23Pkt/11Ass) zum Gamewinner hochsteigt und die Playoff-Hoffnungen der Jazz zerstören will. Einen Bruchteil einer Sekunde später, blockt Devin Harris (21Pkt/7Ass) den Wurf und das Spiel geht in die Verlängerung. In dieser Verlängerung lässt Utah zu keiner Zeit das Gefühl aufkommen, dass sie das Spiel noch verlieren können. Center Al Jefferson (21Pkt/10Reb/3Blk) reiht wieder mal Postmove an Postmove, ohne dabei einmal höher als eine Zeitung zu springen. Die Kollegen Millsap (18Pkt/9Reb) und Favors (16Pkt/11Reb) beweisen, dass der Frontcourt der Jazz sich vor niemandem in den Playoffs verstecken muss und sorgen für den wichtigsten Sieg der Saison. Bei den Howard-losen Magic versucht „Big Baby“ Davis (17Pkt/13Reb) verzweifelt unter dem Korb dagegen zu halten und Ryan Anderson (21Pkt/ 5-12 3-Pkt) ballert wieder gnadenlos von Downtown. Nach diesem Spiel ist Utah ein Sieg besser als die Konkurrenten aus Houston und Phoenix und die Playoff-Teilnahme scheint, bei zwei verbleibenden Heimspielen, in greifbarer Nähe zu sein. Die Magic taumeln weiterhin der Meisterschaftsrunde entgegen und versuchen den Ausfall ihres Superstars an allen Ecken und Enden zu kompensieren. (Spielbericht)

Denver Nuggets – Phoenix Suns: 118:107

In einer ähnlichen Must-Win-Situation wie die Jazz, verlieren die Phoenix Suns Zuhause gegen die Nuggets, die damit endgültig ihr Playoff-Ticket lösen. Auch ein später Run der Suns kann dabei nicht verhindern, dass Ty Lawson mit 5 von 5 Dreiern und insgesamt 29 Punkten sowie 10 Assists das Team aus Denver zum Sieg führt. Neben dem überragenden Aufbauspieler in babyblau überzeugt erneut Rookie und Modellathlet Kenneth Faried (18Pkt/14Reb/3Blk), der ein amtliches Double-Double liefert. Bei den Sonnen aus Arizona bringt Ex-Laker Shannon Brown 28 Punkte und Ex-Kölner Marcin Gortat steuert 18 und 11 bei. Steve Nash spielt dabei 13 Assists und rückt damit auf Platz 5 der All-Time-Assists-Leader auf. Phoenix geht nun als Neunter und mit der gleichen Bilanz wie die Rockets in die letzten beiden Partien der Saison und hofft weiterhin auf ein Straucheln der Jazz. Denver überholt durch den Sieg die Mavericks und steht jetzt auf Platz 6 im Westen. (Spielbericht)

Golden State Warriors – Houston Rockets: 96-99

Die Houston Rockets melden sich, nach sechs sieglosen Spielen, mit einem Sieg über die Warriors, im Kampf um die Playoffs zurück und wahren zumindest die Chance den Jazz noch gefährlich zu werden. Weiterhin ohne Kevin Martin und mit einem formlosen Kyle Lowry (0Pkt/3Ass) sorgt der eigentliche Ersatz-Backcourt der Raketen um Goran Dragic (18Pkt/7Ass) und Courtney Lee (20Pkt) dafür, das Team von der Bay Area zu bezwingen. Bei Golden State trumpft erneut Klay Thompson (24Pkt) auf, der die Warrior-Fans positiv in die Zukunft blicken lässt. Auch Rookie-Kollege Charles Jenkins netzt 16 Punkte ein und verteilt 8 direkte Korbvorlagen. Houston muss nun ebenfalls wie Phoenix auf einen Ausrutscher der Jazz hoffen, um die Playoffs doch noch zu erreichen. Das Team von Mark Jackson kann derweil die Angelsachen auspacken und ein schönes Reiseziel ausfindig machen. (Spielbericht)

Dallas Mavericks – Chicago Bulls: 83-93

Derrick Rose (11Pkt/8Ass) meldet sich pünktlich zum Saisonende zurück und sorgt dafür, dass Chicago mit allen Spielern an Board, Dallas bezwingt. Hauptverantwortlich für den Sieg, im Spiel der zwei sicheren Playoff-Teilnehmer, zeigen sich Luol Deng (22Pkt/6Reb) und Rip Hamilton (19Pkt). Während die Bulls ihre Rotationen für die Playoffs testen und einspielen, verschlafen die Mavericks erneut das erste Viertel und erzielen genau 8 müde Punkte in den ersten 12 Minuten. Ohne Taktgeber Jason Kidd, der von Coach Carlisle eine wohlverdiente Pause erhalten hatte,  schaffen sie es in der Folge nicht mehr die Bulls unter Druck zu setzen und rennen fast das ganze Spiel einem Rückstand hinterher. Bester Werfer der Texaner ist an diesem Abend wieder einmal Dirk (17Pkt/7Reb), der mit 6-15 Feldwürfen allerdings auch nicht seinen besten Tag erwischt. Zusätzlich liefert Roddy „Buckets“ Beaubois (16Pkt/6Reb/5Ass), trotz ausgekugeltem Finger, eine solide Leistung, kann aber auch die Niederlage nicht verhindern. Chicago bleibt damit Erster im Osten und Dallas rutscht derweil im Westen auf den 7. Platz ab, wo in der ersten Runde die Thunder warten würden.     (Spielbericht)

Die weiteren Spiele der Nacht:

Philadelphia 76ers – Indiana Pacers: 109-106

In der Eastern Conference gewinnen die Sixers ihr zweites Spiel in Folge und ziehen damit mit den siebtplazierten  New York Knicks gleich. Gleichzeitig scheinen die Milwaukee Bucks im Rennen um die Playoffs nicht mehr eingreifen zu können, da Philadelphia weiterhin mit 3 Spielen vor den Hirschen steht. In einem engen Spiel vergibt Paul George (16Pkt/7Reb) den potenziellen Gamewinner und ermöglicht den Fans in Indianapolis gratis Extra-Basketball. Topscorer für das Team von Doug Collins ist an diesem Abend Elton Brand (20Pkt/9Reb). Auch Edel-Reservist Lou Williams liefert seine routinemäßigen 19 Punkte von der Bank. Bei den Pacers lässt es sich David West nicht nehmen, das Duell der ehemaligen All-Star Forwards gegen Brand für sich zu entscheiden und netzt 32 Punkte bei 12 gesammelten Abprallern ein. Indiana bleibt damit drittstärkste Kraft im Osten und kann sich auf ein Erstrundenduell mit den Magic einstellen. (Spielbericht)

New Jersey Nets – Milwaukee Bucks: 95-106

Die angesprochenen Milwaukee Bucks halten die theoretische Chance auf die Playoffs am Leben und gewinnen in der eigenen Halle gegen die Nets. Angeführt von Point Guard Brandon Jennings (30Pkt/6Reb/6Ass) und dem türkischen Power Forward Ersan Ilyasova (17Pkt/17Reb) verbuchen die Bucks Saisonsieg Nummer 30 und beenden damit ihre 3 Spiele andauernde Niederlagenserie. Bei den Nets, die weiterhin ohne D-Will auskommen müssen, ragen Gerald Wallace (18Pkt/11Reb) und  MarShon Brooks (17Pkt) heraus. (Spielbericht)

Washington Wizards – Miami Heat: 86-84

Ohne James, Bosh und einen nach drei Minuten Spielzeit verletzt aussetzenden Wade verlieren die Heat vor heimischer Kulisse gegen die Hauptstädter. Mit 0.5 Sekunden auf der Uhr laufen die Wizards ein perfektes Give-and-Go-Play mit Wall (13Pkt/13Ass) und Nene (11Pkt), wobei Letzterer den siegbringenden Korbleger einnetzt. Neben diesen beiden fällt Cartier Martin mit 22 Punkten positiv auf. Bei den Superstar-losen Heat liefert Mike Miller mit 16 Punkten und 10 Rebounds eine starke Partie und Aufbau Mario Chalmers steuert ebenfalls 16 Punkte bei. In Miami hoffen nun alle, dass Wade mit seinem ausgekugelten Finger den Heat rechtzeitig zu Playoffbeginn wieder zur Verfügung steht.  (Spielbericht)

Portland Trailblazers – Memphis Grizzlies: 89-93

Ähnlich wie Devin Harris in Utah sichert auch Rudy Gay (21Pkt/6Reb) den Sieg mit einem Block in den letzten Sekunden. Die Grizzlies bleiben damit „on fire“ und gewinnen ihr viertes Spiel in Folge. Neben Gay scoren vier weitere Spieler von Memphis an diesem Abend zweistellig und bleiben damit den Clippers dicht auf den Fersen. Für die Blazers stellt J.J. Hickson den einzigen Lichtblick dar und erzielt 23 Zähler sowie 13 Bretter. Auch Jamal Crawford steuert 21 Punkte bei. (Spielbericht)

VIDEO DES TAGES

Da hat Coach Wittman ganze arbeitet geleistet, als er diesen Spielzug für die letzten Sekunden im Spiel der Wizards bei den Heat aufgemalt hat!

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12 Kommentare to “Sunday Bullets: Utah macht (fast) alles klar – Rose ist zurück – Miami ohne Big Three”

  1. Ty says:

    Miami verliert ohne Lebron Wade und Bosh und dann wird das “Upset” genannt, ich verstehe die Presse nicht.

  2. KB24 says:

    es geht halt nur bilanzen ganz einfach^^auch ohne die drei hätte miami das nach hause bringen müssen…naja obwohl,so breit sind sie dann doch nicht ^^

    und wade hat schon gespielt,sich aber verletzt,mal sehen wie lange das wieder dauert.

  3. nba2k says:

    ich finde immer noch das ilyasova mip ist. liefert immer wieder konstante zahlen auf, plus einer der sichersten dreierschützen der liga

  4. Lee says:

    Ron Artest hat James Harden grad so derb ge-elbowed, das war MMA-Style. World Peace am Arsch, schmeißt den Clown endlich aus der Liga.

  5. Glove says:

    Weltfrieden ala Metta. Der hat doch nicht mehr alle Latten am Zaun!!!
    Ich würde den Hochkant aus meinem Team werfen. Verpasst jetzt wegen der Aktion paar PO-Spiele (hoffentlich) und hat L.A. damit mal richtig geholfen.

  6. Etwas übertrieben die Hetze Von Dre gegen World Peace soooooooo schlimm wars nun auch wieder nicht!

  7. KB24 says:

    Naja doch war ne abgefuckte aktion..
    Tdem wird er weil er nunmal “artest” ist mehr spiele gesperrt werden als andere f solche aktionen…wär ja nix neues..

  8. Lence Laroo says:

    Nach den gefühlten 5 Mio. Wiederholungen gestern, muss ich auch sagen, dass für die Aktion mindestens 2 Playoff-Spiele fällig sind … erst hab ich noch gelacht so nachdem Motto “der Brawl-Artest is zurück” doch nach der x-ten Wiederholung hab ich erstmal realisiert welche Kraft dieser Spinner besitzt und was er in der Region wo sein Ellbogen einschlägt so alles kaputt gehen kann – Halswirbelbrüche, Gehörschäden / geplatztes Trommelfell (wenns weiter am Ohr gewesen wäre), Kiefer … alles halt in Kopfnähe und das is selbst für mich – einen Freund von 80’s/ 90’s BBall und einer gesunden Härte – zu viel gewesen, um weiter darüber lachen zu können.

  9. eightch says:

    bitte bitte lass es phx sein!

  10. granite says:

    @Lence
    bin da ganz deiner Meinung.
    Zum Glück ist Harden nichts ernstes passiert. So eine Aktion gegen die Seite des Kopfes, ohne dass der Gegenüber darauf vorbereitet ist, ist wirklich übel.
    Dazu dann noch ein O-Ton Artest:

    “I just watched the replay again….. Oooo.. My celebration of the dunk really was too much… Didn’t even see James ….. Omg… Looks bad”

  11. MrCarambole says:

    Nach der ganzen Artest-geschischte willsch ma wieder auf das game zurückkommen!

    Kobe mit einmaliger Leistung am Schluss, wirklich übel zumal Sefolosha ihn wirklich gut verteidigt hat. (bzw, er hats versucht) … auch der pass zu gasol am ende gefällt mir gut, glaube langsam wieder an die lakers…

    favors bei utah is auch ziemlich beeindruckend, bringt da zwischendurch immer wieder top leistungen von der bank, auf länger für mich auf jeden fall guter starter!

  12. Dave says:

    Bei Favors ist es für mich auffällig das wenn nur Jefferson, oder Millsap nen Double-Double bringt, dann macht er eins. Als wenn unbedingt 2 BigMan immer nen Double-Double haben müssten. :)
    @Five, das Interview mit D.Wood habt ihr doch auf Englisch geführt, wie lässt sich denn bitte Schickimicki-Bonzennest übersetzten? :)

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