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Wednesday Bullets: Willkommen im Club Utah, Playoff-Teams stehen fest

Phoenix Suns- Utah Jazz: 88-100

Das Finale um den letzten Playoff-Spot im Westen, Utah konnte mit einem Sieg alles klar machen. Somit hieß es für die Suns: Win or go home! Im Falle eines Sieges hätte Phoenix es aber wieder in eigener Hand und mit einem Erfolg im darauffolgenden Spiel gegen San Antonio wären die Suns mit dabei. Die Energy Solutions Arena war natürlich prall gefüllt und es herrschte schon so etwas wie Playoff- Atmosphäre. Beide Mannschaften gaben alles und vor allem das letzte Viertel bot alles, was man sich von so einem Spiel verspricht. Zu Beginn des vierten Abschnitts konnte Sebastian Telfair durch ein And- One zum 74-74 ausgleichen, nachdem sich Enes Kanter den Ball durch Hakim Warrick einfach wegnehmen ließ. Anschließend legte Suns- Veteran Michael Redd aus dem Post noch einen drauf und dank Textilfestigkeits-Probe durch Jazz- Guard Alec Burks bekam er noch einen Freiwurf dazu, den Redd allerdings nicht nutzen konnte. Dann war es Zeit für die, im wahrsten Sinne des Wortes, BIG Three der Utah Jazz: immer wieder lauerten  Derrick Favors, Paul Millsap und Al Jefferson in Korbnähe für einfache Punkte (alle drei konnten ein Double- Double erzielen). Schließlich war es auch „Big Al“ Jefferson der mit seinem Midrange- Jumper, bei noch 2:20 Minuten auf der Uhr, für die 13-Punkte Führung sorgte. Damit war das Ding gegessen und es konnte Konfetti regnen in Salt-Like City, nach einem Jahr Postseason- Abstinenz sind die Utah Jazz wieder in den Playoffs dabei. Für Phoenix geht es nun zum zweiten Mal in Folge verfrüht in den Sommerurlaub und möglicherweise gibt Steve Nash heute sein Abschiedsspiel für die Suns. (Spielbericht)

 Sacramento Kings- Oklahoma City Thunder: 110-118

Im ersten Viertel schien der Ring doppelt so groß für beide Mannschaften, die Kings trafen sieben ihrer ersten Acht Würfe und die Thunder sechs der ersten acht Versuche, Spielstand nach den ersten 12 Minuten: 40-35 für Sacramento. Der zweite Abschnitt lässt sich dann eher als das Gegenteil bezeichnen, eine ziemlich dürftige Wurfausbeute auf beiden Seiten. In der zweiten Hälfte lagen die hoch-favorisierten Thunder sogar mit 13 Punkten zurück, was vor allen Dingen an drei besonders starken Kings lag. DeMarcus Cousins, der nur spielen durfte, weil die NBA sein dreizehntes technisches Foul drei Stunden vor Spielbeginn zurücknahm, legte 32 Punkte auf. Jason Thompson kam auf 22 Punkte und Travis Outlaw steuerte 20 Punkte bei. Für die Thunder ist Kevin Durant immer noch auf der Jagd nach der Scoring Krone, 32 Punkte in 32 Minuten setzen eine gewisse schwarze Mamba aus Los Angeles nochmal unter Zugzwang. Im vierten Viertel nahmen die Herren Durant und Westbrook dann auf der Bank Platz, nun wäre eigentlich James Harden-Time, aber der darf ja nicht mitspielen, weil er sich Metta Weltfriedens Jubel in den Weg gestellt hat. Dreier- Spezi Daequan Cook war es schließlich, der das Spiel für die Thunder entschied. Er erzielte insgesamt 19 Punkte, alle davon im vierten Viertel. Die Thunder-Bank macht zusammen 36 Punkte im Schlussviertel und sollte es zum, von vielen erwarteten Finale, gegen Miami kommen hätte Oklahoma City somit Heimrecht. (Spielbericht)

Los Angeles Clippers- Atlanta Hawks: 102-109

Ein enorm wichtiges Spiel für beide Mannschaften im Kampf um das Heimrecht in den Playoffs. Lange Zeit sah es nach einem besseren Ende für die Hawks aus, aber in der Schlussphase schafften es die Clippers noch einmal bis auf vier Punkte heran zu kommen. Das lag hauptsächlich an den starken Leistungen von Blake Griffin (36 Punkte, 8 Reb) und Chris Paul (34 Pkt, 8 Ast), die an diesem Abend die Scoring-Last alleine zu schultern hatten. Ein äußerst kurioses Play etwa 40 Sekunden vor Schluss, führte schließlich zur Spielentscheidung: Jeff Teague kann einen Korbleger nicht versenken und der Ball wird zurück hinter die Dreierlinie geschlagen wo Joe Johnson den Ball wieder sichern kann. Dieser bemerkt allerdings nicht, dass der Ball den Ring gar nicht berührt hatte und somit die Shot- Clock fröhlich runter tickt. Erst als Tracy McGrady sich die Seele aus dem Leib schreit und Mo Williams wie ein aufgescheuchtes Huhn vor ihm rumspringt, lässt Johnson einen Wurf los, der knallt gegen das Brett und durch den Ring. Sieben Punkte Vorsprung: Game, Set, Match – Joe Johnson. Dieser gab nachher im Interview zu :  ”I had no idea [the shot clock was winding down]. I was just trying to hit the rim. I accidentally made it.” Für die Clippers hat diese Niederlage Folgen, Goodbye Pacific Division- Krone und bei einer Niederlage gegen die Knicks und einem Grizzlies Sieg würden die Clippers sogar auf Platz fünf abrutschen und somit ihr Erstrunden-Heimrecht ganz verlieren. Die Atlanta Hawks haben einen wichtigen Schritt Richtung Heimvorteil in den ersten Runden gemacht. Nur bei einer Niederlage ihrerseits gegen Dallas und einem Sieg der Celtics in Milwaukee, würden sie den Heimvorteil an die Herren in Grün abtreten müssen. (Spielbericht)

Miami Heat- Boston Celtics: 66-78

Für die Stars beider Mannschaften war ganz klar Schonzeit angesagt. Einzig Paul Pierce durfte 18 Minuten ran und hielt sich dabei mit acht Punkten und sechs Turnovers eher zurück. Natürlich war kein Scoring-Festival von diesem Spiel zu erwarten und der Halbzeitstand von 34-28 für Miami bestätigte dies durchaus. Nach dem dritten Viertel stand es schließlich Unentschieden 50-50, als die Boston Reserve aufdrehte und schlussendlich das Spiel für sich entscheiden konnte. Vor allem Sasha Pavlovic haben es die Celtics zu verdanken, dass der Erstrunden-Heimvorteil durchaus noch zu erreichen ist. Der Serbe erzielte Game- High 16 Punkte, davon 12 innerhalb von sechs Minuten im vierten Viertel. Des Weiteren erwähnenswert für Boston, in einem Spiel bei dem es nicht allzu viel zu erwähnen gab, sind vielleicht Marquis Daniels 13 Punkte, sowie E’Twaun Moores sieben Punkte und sieben Rebounds. Für Miami war Dexter Pittman Top-Scorer mit 13 Punkten, gefolgt von James Jones mit elf Zählern und Udonis Hasleem greift immerhin 13 Rebounds ab. Wirklich gruselig sind aber 25 Turnovers für die Heat, davon allein elf im ersten Viertel, was symptomatisch für die Qualität des Spiels war. Für Miami bedeutet diese Niederlage nur Platz zwei im Osten, aber gesunde und ausgeruhte Spieler sind nun mal wichtiger als ein Heimspiel mehr oder weniger. (Spielbericht)

New Orleans Hornets- Golden State Warriors: 83-81

Extrem spannende Schlussphase in Oakland, zehn Sekunden vor Ende lautet der Spielstand 81-81 und der Ball ist in den Händen von Warriors- Guard Charles Jenkins. Dieser zieht zum Korb, aber sein Lay-Up Versuch wird Gustavo „ El Titan“ Ayon geblockt, Greivis Vazquez schnappt sich denn Ball und findet im Fastbreak den völlig frei unterm Korb stehenden Marco Belinelli. Dieser bringt einen Korbleger übers Brett, der eindeutig regelwidrig von Warrior Chris Wright verhindert wird- Goaltending. In den verbleibenden 0,7 Sekunden können die Warriors nichts mehr reißen und verlieren 81-83. Nach dem Spiel warfen einige Golden-State Fans Konfetti von der Tribüne, feiert man da etwa die Verbesserung im Kampf um die Lottery-Plätze…? (Spielbericht)

Video des Tages: alle Highlights auf den Punkt gebracht.

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18 Kommentare to “Wednesday Bullets: Willkommen im Club Utah, Playoff-Teams stehen fest”

  1. Dave says:

    Utah kann man echt nur Respekt zollen, Playoffs dieses Jahr, trotzdem noch nen Lottery Pick in der Hinterhand und die ganze Liga lechzt nach Bigs und was hat Utah zwei Nr.3 Picks auf PF und C auf der Bank(!), dazu zwei wandelnde Double Doubles als Starter und zu guter letzt fürn Sommer 5 Mille Cap Space plus ordentlich Tradevolume in Millsap und Jefferson.
    Nicht umsonst wählt RealGM Kevin O’Connor zum Executiv of the Year.

  2. Jendreiek says:

    Völlig richtig. Dabei haben die vor einem Jahr ihren Superstar abgegeben. Neuaufbau mit Potential ohne Totalabsturz und in Rekordzeit..

    Die Handvoll Teams, die sehr gut und clever geführt werden:
    Jazz, Spurs, Rockets, Thunder, Bulls, Heat.

  3. Melo says:

    Kevin O´ Connor ist definitiv der GM des Jahres. Wer es schafft ein Jahr nachdem man seinen Superstar getradet hat, in die Playoffs zu kommen und so viele talentierte junge Spieler zu haben verdient Respekt. Sollte man in Zukunft die richtigen personellen Entscheidungen treffen (Jefferson/Millsap Trade?) könnte in Utah langfristig ein starkes Team aufgebaut werden.

  4. Ty says:

    Take that Derron.

    Hat jemand den Flop von Singelton gegen Thomas gesehen als ob die Bobcats nicht schon genug Probleme hätten.
    Oder den Flop von Evans vor ein paar Tagen alter Falter.
    Richtig mies das Singelton nichts gesagt hat ich mein der Typ musste duschen gehen.

    Wenn Utha den 8. Pick bekommt was ja noch nicht fest steht dann sieht die Zukunft rosig aus. Wenn nicht sieht die Zukunft trotzdem rosig aus NICE JOB.

    Indiana muss man zu der Liste der gut geführten Teams anfügen Vogel und Bird haben da einen großartigen Job gemacht

  5. MrCarambole says:

    hammer geil! :D

  6. Jendreiek says:

    Wobei die Aktionen schon seeehr unterschiedlich waren und auch Blake Griffin nachträglich ein Flagrant bekommen hat.
    Es gibt halt so eine Implizite “kein offense foul, wenn ein Star dabei dunkt” Regel, gut finde ich das auch nicht immer..

    Die Pacers haben einen guten Aufbau hinbekommen, stimmt. Wobei ich nicht das Potential sehe, mit dem Kern eine Meisterschaft zu holen.

  7. Pepe says:

    Ich habe mal eine Frage zum League Pass. ich will mir das playoff-paket kaufen nur kaufen wir bald einen neuen pc. Kann ich den league pass dann auch auf dem neuen gucken, oder müsste ich mir das dann nochmal kaufen?

  8. Lence Laroo says:

    Pepe eigentlich kannst du den League Pass nur mit einem Mac Pro schauen, aber ich hab gehört es gibt nen Trick, so dass man sich den auch mit nem Username und Passwort in jedem beliebigen Browser anschauen kann. ;-)

  9. KB24 says:

    Geht nur um den account pepe,bei kauf haat du ja wennde so willst nen eig profil/account plus passwort,das gibst du dann ein,der cpu spielt keine rolle;)

  10. Black Mask says:

    @Pepe

    Ja der NBA League Pass, mittlerweile ja nba.tv, ist wirklich ne feine Sache.
    Lohnt sich wirklich, nur das Standbild bei Time-Outs ist total einschläfernd. 1-)

    Welchen Computer Du nimmst ist egal. Letztendlich ist nba.tv auch nichts anderes als eine Internetseite, die Du von jedem Computer anwählen kannst, außer vielleicht einem C64. Auf der Seite loggst Du Dich dann mit Deinem Account-Namen und Passswort ein und schon steht dem NBA-Vergnügen nichts mehr im Weg, eine schnelle Internetverbindung natürlich vorausgesetzt. :-}

  11. Pepe says:

    Okay, danke für die antworten, dann werde ich mir das mal gönnen:)

  12. KB24 says:

    ein bisschen appreciation für cash :D

    http://oi49.tinypic.com/b51rua.jpg

    auf ein gelungenes letztes spiel der beiden,und auf das kobe mit 38 punkten doch noch zum topscorer wird :)

    ohne die sechs spiele pause hätte durant ihn nie eingeholt,wird der topscorer wird man den faden beigeschmack nicht los das kobe eig der wahre topscorer dieser saison is weil ganze zeit erster und voll auf kronenkurs.

    aber zum glück hasst er ja die kings :D

  13. Dave says:

    Allerdings setzt Kobe das letzte Spiel aus und Durant ist back to back to back Scoring Champ.
    Nette Randgeschichte Kobe und Pau kaufen gemeinsam ein Rennpferd. Sieht aus als hätten sich da zwei gesucht und gefunden.

  14. KB24 says:

    ja hab auch grad die info bekommen…is das zum kotzen.

    .neben dem all star und dem mvp die eig traditions und geschichtsträchtigste auszeichnung in der NBA.

    und mich würds nich so stören wenn durant aufgrund von dummen zufällen an die krone gekommen wäre…die umstände schmecken mir SO garnich…kacke.
    die sechs spiele pause waren echt ne willkommene einladung für KD,finds ja geil das ers dreimal in folge gepackt hat,aber er führt enunmal aufgrund von injury die liste erst seit GESTERN zum ersten mal an…also ohne fanboygetue,mein nba topscorer 2012 heisst anders… :-/

    aber wie hat kobe gesagt:”I got bigger fish to fry..” na denn..

  15. djb says:

    Oklahoma City Thunder – Dallas Mavericks = OKC
    San Antonio Spurs – Utah Jazz = SAS
    Los Angeles Lakers – Denver Nuggets = LAL
    Memphis Grizzlies – Los Angeles Clippers = LAC

    Chicago Bulls – Philadelphia 76ers = CHI
    Miami Heat – New York Knicks = MIA
    Indiana Pacers – Orlando Magic = IND
    Atlanta Hawks – Boston Celtics = BOS

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