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Kritik an LeBron, der Party-Sponsoren mit zu viel Geld sucht

LeBron James sucht Firmen, die seine Geburtstagsparty mit einer halben Million Dollar unterstützen sollen. Wenig überraschend gibt es derweil erste Kritik an seinem Vorschlag, die Liga zu verkleinern.

Derek Fisher, Präsident der National Basketball Players Association (NBPA; Website) sagte auf seine typisch zurückhaltende Art, er stimme „nicht notwendigerweise“ mit James überein, der eine Rückkehr in die goldenen 80er Jahre und dafür eine Schrumpfung der Liga gefordert hatte. „Ich weiß nicht, ob es unserer Sache schadet“, erklärte Fisher mit Bezug auf die stockenden Verhandlungen über eine Deckelung der Spieler-Gehälter. „Aber letztlich bin ich Realist. Und es ist einfach unrealistisch anzunehmen, dass alle knapp 500 Spieler dieselbe Meinung haben“ (Original-Artikel hier).

Deutlicher äußerte sich Sun Jared Dudley per Twitter, der am Donnerstag bereits beim Punkten Gefallen am direkten Duell gefunden hatte: „Ich bin dagegen. (…)  In dieser Liga braucht man nicht notwendigerweise massig Stars, um zu gewinnen. Was war denn mit den Pistons um Billups, Prince, R.Wallace oder den Heat mit Wade und einem alternden Shaq (…)? LeBron selbst hatte doch eine Chance, als er es mit Cleveland in die Finals schaffte. Man braucht keine 3 oder 4 Superstars, eher einen oder zwei und einen Haufen guter Rollenspieler. Das Spiel hat sich verändert, also lasst uns nach vorn schauen und nicht in die Vergangenheit.“ Ein spannender, ausführlicher Artikel zum Thema findet sich hier – zwei Monate alt, aber in mancher Hinsicht ziemlich aktuell… Bonus: Eine Liste zu streichender Teams (O-Ton: “Sobald Chris Paul weg ist, haben die Hornets keinen Existenzgrund mehr.”)

Derweil berichtete CNN, dass James eine Marketing-Firma angeheuert hat, zur Sponsoren-Suche für seine Geburtstagsparty am 30. Dezember. Deren Verkaufs-Präsentation ist leider offline genommen worden (Kopien dürften sicherlich bald auftauchen), aber in diesem Artikel wird genüsslich daraus zitiert. So soll die Party an elf verschiedenen Orten in und um Miami starten (Top-Sponsoren müssen 500.000 Dollar mitbringen, aber auch schon mit 10.000 Dollar “dürfen” sich Firmen einbringen). Alles dort soll einer “royal themed” sein, “passend zur Geburtstagsfeier eines Königs soll eine Atmosphäre extravaganten Lebens am Hofe” geschaffen werden. Knapp 2.000 Menschen gefällt der Bericht bei Facebook, hunderte Kommentare rangieren from “Ich zahle 500.000, damit ihn Mike Tyson umhaut” bis “LeBron müsste mir ‘ne Milliarde zahlen, damit ich überhaupt diesen Artikel zuende lese.”

Ganz ehrlich: Ich habe Bron-Bron oft verteidigt, aber diese Nummer ist eine zu viel. Klar, es ist ein freies Land, und offenbar wird sich eh niemand finden, aber … Da muss man nicht mal das Totschlag-Argument “Und in Afrika verhungern Kinder” rausholen, das ist doch einfach selbsterklärend frech. Oder was meint Ihr?

Vielleicht war das hier gar nicht so selbstironisch gemeint?

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20 Kommentare to “Kritik an LeBron, der Party-Sponsoren mit zu viel Geld sucht”

  1. TVL23 says:

    Das is ja wohl ein riesen witz :D. ich war ja wirklich noch nie ein großer lebron fan, aber das schießt ja echt den vogel ab.

    Kann der kerl ned einfach mal nur basketball spielen, dann würde ich ihn vielleicht auch sympathisch finden. Ich mein der is echt ein grandioser baller, aber leider auch ein größenwahnsinniger voll*****.

  2. Ty says:

    Was ist jetzt daran so schlimm ?
    Genau wie die Decision was war daran so schlimm ?

  3. HighFive says:

    nix ist daran schlimm. aber er ist und bleibt einfach ein medien-/geldgeiler vollpfosten und das macht ihn mir so unsympathisch

  4. cab says:

    selbstdarstellung.der arrogante pisster sollte endlich mal so spielen, wie es nötig ist und nicht nur der kohle hinterherjagen

  5. AlexV says:

    @cab
    der “pisser” spielt doch im augenblick sehr gut (http://www.nba.de/stats/players/playerFile.xhtml?playerId=2544&leagueId=00&tz=GMT+1&dst=1&locale=de)
    ich mein ich war ja auch nie großer lebron fan aber die decision wurde ja nicht auf seinem privatsender gesendet sondern auf espn und hatte unglaubliche einschaltquoten also hat es die leute wohl interessiert
    Ausserdem hey der typ ist erst 26
    überleg mal wie viel reife muss denn ein normaler 26 jähriger heutzutage mitbringen setz das mal in relation

  6. icecold says:

    früher in celveland fand ich james eigentlich ziemlich cool, hat mir besser gefallen als der von mir verhasste kobe mit seinen lakers.
    mittlerweile hat sich mein horizont basketballtechnisch erweitert, james ist in miami und ich bin froh, dass es so einen spieler wie kobe in der liga gibt.

  7. TVL23 says:

    ganz meine meinung, das is nur noch selbstdarstellung. der typ is sowas von arrogant da kriegt man das kalte kotzen.

    kobe spielt wenigstens primär basketball und kommt ned dauernd mit solchem mist daher.

    “Firmen dürfen sich aber auch schon mit 10000 Dollar einkaufen” :D:D:D das is ja echt ein witz. Voll schade für lebron, dass sich keine sponsoren finden, dann kann er wohl ned an elf verschiedenen orten feiern. armer armer lebron, der mann hat echt sorgen, die die welt bewegen.

    Also ich werde den armen bronbron in meine weihnachtsgebete einbeziehen.

  8. DunKing says:

    Basketball ist ja ein super Sport und auch ich mag gewisse Teams mehr als andere, aber manche Fans sind echt nur noch lächerlich.

    Die Jungs verdienen Millionen damit, einen orangen Ball in einen Korb zu werfen und lassen sich dafür feiern wie Helden. Aber das ist ja auch völlig normal und weit von Frechheit und Abgehobenheit entfernt, klar… aber wehe jemand sucht sich Sponsoren für seinen Geburtstag (ja, natürlich ist dies lächerlich) oder verkündet seinen Wechsel von einem Team ins andere live im TV…und ui, ohne dem ersten Team vorher davon zu erzählen.

    Das ist ja furchtbar, v.a. wenn man bedenkt welch tragende Rollen solche NBA-Teams für die Welt doch haben. Da denkt man doch stolz an Helden, welche tatsächlich ihre ganze 15 jährige Karriere bei einem Club verbringen. Das sind noch richtige Helden, welche sich für ein paar dutzend Millionen derart aufopfern…

    Ich hoffe, ihr merkt, worauf ich hinaus will. Der ganze Profisport ist doch ohnehin eine rieisige, ziemlich dekadente Show, die so rein gar nichts mit einem normalen Leben zu tun hat. Ich finde das ja auch unterhaltsam, aber man sollte das nicht zu ernst nehmen. Ob jetzt jemand 100 Millionen mit einem Spiel verdient und sich dabei aufführt wie ein König oder ober er sich einfach als hart arbeitenden Mann bezeichnet, spielt da auch keine Rolle mehr. Was die Jungs tun, ist absolut unwichtig und dient einzig und alleine der Unterhaltung. Das sollte man nicht vergessen und deshalb finde ich die ganze Aufregung einfach lächerlich…

  9. Ty says:

    @DunKing

    Danke, wenigstens ein weiterer Mensch der klar denken kann auf dem Basketballplaneten

  10. Dude83 says:

    jungs, jungs…chillaxed ma’n bisschen…es is weihnachten….hat doch jeder seine meinung dazu, da muß man doch niemanden als lächerlich oder nicht klar denkend bezeichnen…

    und meine meinung dazu is…guckt euch ma die sweet sixteen partys in den US of A an…wenn de zum 16. mit Limo vorfährst und de halbe schule einlädst is doch ganz klar das wenn de noch mehr geld hast noch größere partys machst…die spinnen halt die amis…

    gruß vom Duderino

  11. Rhyno says:

    Immer dieses Anti-Lebron gehate, das is so billig.

    Er hat heute Nacht bei den Lakers mit nem Triple Double mal wieder gewzigt was er für ein klasse Basketballer ist und das zählt …

  12. Lakerboi says:

    Awesome!!!! King James hat ein Triple Double hingelegt und die Superfriends gewinnen 14 der letzten 15. Also MÜSSEN ihn jetzt alles sympathisch finden, weil die Wahrheit ausschließlich auf dem Platz liegt.

    Dass er sich auf und neben dem Platz einfach öfter wie ein Douchebag benimmt, ist nicht wichtig und alle, die sich daran stören, sind naiv und schauen nicht über den Tellerrand…
    Wie soll ein 26-jähriger auch mit all dem Ruhm und Geld umgehen!?

    Vielleicht gibt der 22-jährige (!!!) Durant Kurse?
    —> Behavior for Professional Athletes 101

    MfG

    Die ganz eigenen Meinung eines nicht-klar-denkenden Basketballfans!

  13. eightch says:

    @all – immer schön die kirche im dorf lassen… klar ist das gehaltstechnisch alles überzogen, das ist ja nix neues.

    während jeder normalsterbliche maximal 1,5 mio in seinem leben erwirtschaftet, ist das für den durchschnittlichen sportler/popstar/etc. nur ein kleines handgeld – das wissen wir alle und hatten wir auch schon…

    aber wenn sich jetzt jemand wirklich über diese sponsoring geschichten von lebron aufregt, sollte er mal einen genaueren blick darauf werfen was lobbyisten welteit und unsere politiker im speziellen machen, wenn es um auftragsvergaben etc geht… dann können wir uns wir dem so wichtigen thema “lebron läßt sich seine party bezahlen” zuwenden
    jeder spendenball auf dem stars und sternchen alleine kleider und schmuck in 6stelliger höhe tragen und sich dann gegenseitig auf die schulterklopfen, wenn sie 10.000,- gespendet haben ist eine größere farce.

    sonst ist lebron sportlch wieder genau da wo er hingehört und das ist nunmal ganz oben…

  14. DunKing says:

    Es geht doch nicht darum, LeBron als den Sympathisanten hinzustellen. Ich fand the Decision auch nicht besonders sympathisch. Dass sich viele NBA-Stars gern in Pelz und Gold zeigen, entspricht auch nicht unbedingt meinen Wertvorstellungen. Auch fand ich es von Kobe ehrlich gesagt nicht so toll, dass er seine Frau betrogen hat (obwohl das m.E. rein moralisch gesehen ein weit schlimmeres Vergehen ist).

    Als Sportler mag ich ihn dennoch und ich sehe den Grund nicht, warum Sportler als moralische Instanzen herhalten müssen. Die Grenze ist natürlich dann erreicht, wenn ein Sportler Straftaten verübt, das ist klar.
    Des Weiteren sollen die Sportler mich unterhalten. Ob sie sympathisch sind, können wir zum einen über weite Strecken nicht beurteilen und spielt zum anderen auch kaum eine Rolle. Wenn sie ihr Team und den Sport an sich weiterbringen, dann machen sie ihre Sache gut. Sympathisch macht sie das nicht zwingend, von daher kann keine Rede davon sein, jemanden sympathisch finden zu müssen.

    Da diese angesprochene Sache (also BBall) aber eigentlich gesellschaftlich so unbedeutend ist, sehe ich keinen Grund dafür, warum sie teilweise so behandelt wird, als gehe es um die Zukunft der Welt.
    Wenn eine Regierung ein Land in eine Krise reitet und Tausende von Existenzen gefährdet, dann verstehe ich den Ärger der Leute. Aber nicht wenn sich ein Profisportler meinetwegen kindisch oder unsympathisch verhält.

    Dass das die Leute so beschäftigt habe ich noch nie verstehen könne. Aber wie schon angesprochen, die Millionengewinne scheinen dabei kaum kritisiert zu werden. Wenn Fisher als Gewerkschaftsmitglied die hohen Gehälter rechtfertigt, scheint das kaum Anlass zur Kritik. Schliesslich ist er ja der hart arbeitende Mann, der schon immer unterschätzt wurde und trotzdem ohne zu murren für jedes noch so kleine Milliönchen kämpfte… Nicht, dass ich etwas gegen Fisher hätte. Da kann man von mir aus fragen, ob es moralisch in Ordnung ist, in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen Sportlern überhaupt Millionengehälter auszustellen.
    Ob die Empfänger dann damit Obligatinen oder feudale Paläste kaufen oder das Geld einfach in lächerlichen Exzessen verprassen, scheint mir nicht mehr so relevant.

  15. luc says:

    zumindest in einem bereich hat lebron kobe wohl endgültig eingeholt… der titel des unsymphatischsten spielers geht nunmehr ohne frage an bronbron.

  16. Zappo says:

    Stimmt. Man darf ja nicht vergessen, dass der Rest der Liga ja nicht so Geldgeil ist. Auf die Kohle kommt es einem Melo, Paul oder sonstwem ja nicht an. Ich muss auch sagen, dass ich dieses Theater um Lebron nicht verstehen kann. Klar, die “Decision” war nicht gerade ne Runde sache. Aber der Mob frisst es doch. Die Leute haben sich das angeschaut. Die Jungs werden so lange so viel Geld bekommen und abgehoben daherkommen solange wie man es ihnen erlaubt. In ein oder zwei Jahren wird davon eh keiner mehr reden, wenn die Heat womöglich ne Meisterschaft abgeräumt haben und die Fans, die sich jetzt sooooo über Lebron aufregen was anderes zum rumstänkern gefunden haben. Der Typ ist nicht sehr viel anders als der Rest der Ligastars. Er bekommt nur etwas mehr Hype ab und das bekommt ihm nicht gut.

  17. Toby says:

    @all: Gute, überfällige Diskussion. Gefällt mir. Danke, weiter so! Zu Kobe & Lebron bzw. vor allem unserer Wahrnehmung checkt: http://espn.go.com/blog/truehoop/post/_/id/23166/kobe-and-lebron-confound-on-christmas

    @DunKing, Zappo: Props auch von mir.

    …weitermachen!

  18. eightch says:

    “I am not a role model. I am paid to wreak havoc on the basketball court. Parents should be role models. Just because I dunk a basketball doesn’t mean I should raise your kids.”

    da hat der gute charles einfach mal recht…

  19. wintermute19 says:

    Ähm, Leute…

    1.
    LBJs sportliche Fähigkeiten dürften außerhalb aller Zweifel stehen, da dürften sich alle einig sein. Seine basketballerischen Fähigkeiten in Verbindung mit seinem Körper machen ihm zum legitimen Hall-of-Famer, keine Frage.

    2.
    Da das Verhalten von Basketballern abseits des Courts hier so intensiv diskutiert wird, hat dieses auch eine Relevanz für dieses Forum. Wer Gegenteiliges meint, soll die Posts einfach nicht lesen, statt sich darüber aufzuregen.

    Auch hat Basketball sehr wohl eine gesellschaftliche Relevanz. Diese mag für Deutschland eher gering sein, doch ist sie für die USA umso größer. Basketballer sind Vorbilder für viele US-Kids. Man kann es sich nicht aussuchen, ob man ein “Role-Model” ist, oder nicht. Die Kids, die zu einem aufschauen, machen einen dazu. Wenn man zudem außerhalb des Courts dauer-präsent ist, z. B. weil man eine “globale Ikone” sein möchte, tut man sein übriges dazu, um de facto zum Role-Model zu werden. Kurzum: Populäre Basketballer sind faktisch Vorbilder, Lobbyisten nicht.

    3.
    Es gibt vieles, was man zu recht an LBJ’s off-court-Verhalten schlecht finden kann. Ich finde, dass er sich in den letzten sechs Monaten unglaublich ungeschickt dargestellt hat. Nicht, dass ich ihn jemals für übermäßig clever oder gebildet gehalten hätte, aber zumindest kann man sich ja anständige Berater aussuchen, die einem vor den übelsten Fettnäpfchen bewahren. “The decision” war ein Tritt in die Weichteile für jeden Bewohner Ohios, für jeden Cavs-Fan. Das hätte jeder mit einem Durchschnitts-IQ erfassen können. Ob der aus Akron/Ohio stammende LBJ dazugehört, vermag ich nicht zu beurteilen. (BTW: Warum man zum “Mob” gehören soll, weil man sich eine TV-Sendung anschaut, deren Inhalt man nicht kennt, möchte mir nicht einleuchten… aber aus der Ex-Post-Perspektive lässt sich ja vieles schön schreiben (Stichwort “Oden”).)

    Auch wenn man mal zugrunde legt, dass LBJ die Aussagen zur Schrumpfung der NBA tatsächlich geäußert hat, fragt man sich, ob ihm eigentlich bewusst ist, dass dann die Hälfte des MIA Heat-Kaders NICHT mehr in der NBA spielen würde?!?

    Davon ausgehend kann ich den Unmut vieler Fans in den Hallen verstehen. Was sollen sie denn machen? In der Halle ruhig sein (weil LBJs sportliche Leistungen sakrosankt sind) und ihm dafür privat auflauern und beschimpfen? Wenn LBJ sich off-court etwas überlegter verhalten würde, würde ihm wesentlich weniger heat entgegengebracht werden… Das ist ungefähr das gleiche, als wenn man Ausdrücke wie “lächerlich”, “klar denkend”, “billiges gehate” usw. benutzt, und dann eine objektive Diskussion erwartet… ;-)

    Nur meine Meinung.

  20. Gast says:

    Beim “hier”-Artikel fehlen wohl eindeutig die Clippers in der Liste der dispensable Franchises. Die Franchise hat nie etwas gerissen und in LA ist auf Dauer nicht Platz für zwei Teams. Selbst jetzt kriegen sie es mit einem All-Star-ROY-Kandidaten und eigentlich ordentlichen Rollenspielern nicht hin ordentliche Spiele abzuliefern.

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