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Lakers verbrennen sich an Heat und veranlassen Kobe zu Wutrede, Magic erneut bärenstark, Durant bringt 44

Wer den ersten Weihnachtstag auf dem Sofa oder der Tanzfläche verbracht hat, dem sind ein Haufen unterhaltsamer Spiele entgangen. Wie gut, dass einer kurz zusammenfasst und einordnet (so sind wir zu Euch) – und für alles weitere Links liefert…:

  • Miami putzt die Lakers mit 96:80. Auch im zweiten Weihnachts-Duell der Superstars nacheinander hatte LeBron James die Nase vorn: Sein Triple-Double (27 Punkte, 11 Rebounds, 10 Assists) inklusive 5 von 6 Dreiern bescherte den „Super Friends“ den Sieg; Kobe blieb blass (17 Punkte bei einer Wurfquote von 6/16). Wer will, mag diese Partie als Muster ohne Wert abtun. Aber Miami hat nun 14 der letzten 15 Spiele gewonnen (so schnell kann’s gehen) … und merkt Euch unsere Worte: Am ersten Weihnachtstag 2010 zeigten die Heat erstmals auf großer Bühne, wie gefährlich sie sein können, wenn die Rollenspieler funktionieren, die Dreier fallen und „europäisch“ gespielt wird (toughe Verteidigung, viel schnelle Ballbewegung). Die Lakers nahmen derweil die Kritik ihres Coaches am überhaupt-auflaufen-müssen (okay, er durfte an Weihnachten insgesamt schon 28 Mal ran!) als Entschuldigung: Nach einem Alley-Oop zum 2:0 passierte nicht mehr viel. Das inspirierte Kobe zu einer geflüsterten Wutrede in der Postgame-Pressekonferenz, in der er sein Team hart anging: „Das hier ist kein Spaß. Egal ob wir zwei Ringe haben oder nicht, damit darf man nicht zufrieden sein. Das läuft mit mir nicht (…) Im Training werde ich einige Arschtritte verteilen. Die Botschaft wird ankommen – ich werde sie in die Köpfe prügeln, bis sie es tut.“

D-Wade fand versöhnlichere Worte. Mit „Ich hab mein Geschenk bekommen…“ verabschiedete er sich von ESPN-Reporterin Lisa Salters. Mehr zu allem findet sich etwa in diesen Blogs über die Heat und Lakers.

  • Zuvor hatte Orlando mit einem eindrucksvollen Schlussspurt Boston mit 86:78 überrumpelt. Dass Rajon Rondo weiter verletzt ausfiel, wurde durch einen zumindest beim Punkten aus dem Spiel genommenen Dwight Howard (6 Punkte bei 1/4 FG, 11 Rebounds, 5 Blocks) quasi wettgemacht. Den Ausfall der jeweils wichtigsten Spieler steckten die Magic besser weg. Sie fokussierten sich auf brillante vier Minuten zu Spielbeginn (11:0) und -ende (17:3) und vernagelten am Schluss den eigenen Korb. Ex-Maverick Brandon Bass steuerte 21 und 9 zum Sieg bei, von Anpassungsproblemen nach dem Monster-Trade war erneut nichts zu spüren: Der verlorene Sohn Hedo Türkoglu etwa spielte wie in alten Zeiten (16 Punkte, 4/8 Dreier). Boston traf kein Scheunentor (4/17 Dreiern, 28/81 FG), beste Spieler waren Kevin Garnett und Paul Pierce. Mehr Infos gibt’s im Spielbericht, eine feine Analyse der Magic nach dem Trade hier. In letzterem Artikel wird etwa erwähnt, dass das Kunststück der Magic, zwei 10-Spiele-Siegesserien in Folge zu brechen, dem letzten NBA-Team vor 13 Jahren (!) gelang … Wächst da gerade ein Contender?
  • Ihre grün-roten Trikots verursachten schlimme Augenleiden, doch das war den Knicks bei ihrem 103:95-Triumph über Widersacher Chicago herzlich egal. Besonders Amar’e Stoudemire profitierte vom Ausfall Joakim Noahs („Stat“ brachte 20, 10 Bretter und 6 Blocks), auch Raymond Felton lief heiß (20 Punkte und 12 Assists). 12 von 22 New Yorker Dreiern fanden ihr Ziel. In einem über große Strecken hässlichen Spiel bekamen bei den Bulls Carlos Boozer (26 und 19) sowie Derrick Rose (25, 7 und 8 Assists) kaum Hilfe. Weil Chicago im vierten Viertel knapp achteinhalb Minuten ohne Punkt blieb, riefen die ersten Reporter die aktuellen Knicks bereits mehr oder weniger scherzhaft zu Nachfolgern der harten Verteidiger in Knickerbockers der 1990er… mehr im Spielbericht, Bulls- und Knicks-Blog.
  • Außerdem warf Kevin Durant seine Thunder mit 44 Punkten zum 114:106-Sieg über Denver. Im letzten Viertel verlegte er sich aufs Passen aus den Double- und Triple-Teams, um den Sieg nicht einem 50-Punkt-Spiel unterzuordnen. Guter Mann. Wer mehr will, liest den Spielbericht.
  • Monta Ellis schenkte Portland immerhin 39 ein. Das reichte zum 109:102 für die Warriors. Bei fünf Körben mehr, also 119 Punkten, steht der Ellis’ persönlicher Zähler der letzten drei Partien. Wilder Westen eben, ein Paradies für Shooter, seit Tim Duncan den Bankshot lernte. Schon immer halt. Der Spielbericht ist hier – und ich bin raus. Aber sowas von.
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4 Kommentare to “Lakers verbrennen sich an Heat und veranlassen Kobe zu Wutrede, Magic erneut bärenstark, Durant bringt 44”

  1. illd says:

    Starke Zusammenfassung – auch wg. der Links auf andere Seiten. Und jetzt hör ich mir mal Kobe an und was er wieder fürn Anfall hat…

  2. Dr. Hoschi says:

    Magic on the rise again, yeah!

    Tolle Sache mit der Arbeit die Ihr euch da so macht (noch dazu in den Feiertagen und so…), seid bedankt!

  3. jasper says:

    Aroganter Sack! Wirklich traurig was manch großartige Sportler so an Persönlichkeit raushängen lassen. Ich war nie der große Kobe Fan.. aber nach der Rede hier kann ich getrost sagen, der Kerl nimmt sich ein bißchen zu ernst!

  4. Arndt says:

    sehr gute Arbeit. Endlich lebt die Seite wieder. Is dann ja jetzt sowas wie die 3. Phase: erst guter Stoff vom Dré, bis er keinen Bock mehr aufs Bloggen hatte, dann kopierte News von anderen Seiten und jetzt die guten Zusammenfassungen mit entsprechenden Links. :)

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