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Bob McAdoo – McAdoo Can Do

ANMERKUNG: Die Abonnenten und Leser der FIVE werden es gemerkt haben: Unserer Druckerei unterlief ein folgenschwerer Fehler bei der Produktion der altuellen Ausgabe. Eine Hälfte des Bob McAdoo-Textes wurde zweimal ins Layout gedruckt. Deshalb hier die ganze Story über den oft missverstandenen Center …


DIE KARRIERE DES ROBERT ALLEN  MCADOO IST DIE BLAUPAUSE EINER JEDEN BERG-UND-TAL-FAHRT: ANFANGS MIT GROSSER INDIVIDUELLER BRILLANZ REKORDE GEBROCHEN UND AUSZEICHNUNGEN ERRUNGEN, DANN FAST DER ABGANG AUS DER LIGA UND AM ENDE SCHLIESSLICH DIE GROSSEN TEAMERFOLGE.


Wenn ein Spieler u.a. als Egoist, Störenfried und Simulant bezeichnet wird, klingt das nicht nach einem, dem eine Geschichte in der Rubrik NBA-Legenden gewidmet wird. Erst recht nicht, wenn er zudem in den ersten neun Jahren nur zwei Playoffserien gewinnt, aber fünf Klubs durchwandert und später sagt, dass seine sechs Jahre als Profi in Italien schöner gewesen seien als seine 14 Jahre in der NBA.

Es gibt in der Geschichte der besten Basketballliga der Welt einige Spieler, deren Karrieren und Leistungen mit Wörtern wie „unterschätzt”, „übersehen” oder auch „vergessen” gut beschrieben sind. Rick Barry, Adrian Dantley und Dominique Wilkins kommen in den Sinn. Aber der ungekrönte König in dieser Rubrik ist Bob McAdoo mit seinem revolutionären Centerspiel. Um das festzustellen, reicht ein Blick auf die Leistungen und Erfolge, die er von 1972 bis 1986 alleine in der NBA vorzuweisen hat – und im Gegensatz dazu die geringe Aufmerksamkeit, die er früher und auch heute dafür bekommt.

Saxophon und Hochsprung
McAdoo wächst in Greensboro in North Carolina auf. Seine Mutter Vandalia arbeitet an der dortigen Vorschule, sein Vater Robert Sr. ist Hausmeister am lokalen College. Bereits mit dreieinhalb Jahren spielt er Basketball, als er auf die Highschool kommt, ist er der längste Junge der Schule. Mitte der Fünfziger greift im Süden der USA langsam die Rassenintegration, und an den ersten Schulen lernen Schwarze und Weiße gemeinsam. McAdoo und seine Freunde entscheiden sich nicht für die Dudley High um die Ecke, wo nur Schwarze zur Schule gehen, sondern für die gemischte Ben Smith High … aber nicht, weil die Schule akademisch besser ist, sondern weil sie das Gefühl haben, dass es dort einfacher ist, den Sprung in die Schulmannschaft zu schaffen.

Neben dem Basketball spielt er Saxophon – er schafft es sogar in die Marching Band der Schule – und stellt als Leichtathlet im letzten Schuljahr mit 2,01 Meter einen Landesrekord im Hochsprung auf. Aber seine Passion ist der Basketball. Schon damals sind eher die flinken Guards seine Vorbilder, am liebsten schaut er Earl Monroe von der ganz in der Nähe liegenden Winston-Salem State University zu. „Schon damals dachte ich, dass es cool wäre, wenn ich später mal so würde spielen können“, sagt er später.

Nachdem er seine Schule im letzten Jahr bis ins Halbfinale der Staatsmeisterschaften führt, steht die Entscheidung für ein College an. Gerne würde McAdoo zu Winston-Salem gehen, noch lieber zu den Tar Heels von Coach Dean Smith, aber da er die akademischen Anforderungen der Atlantic Coast Conference (ACC) nicht erfüllt, muss er den Umweg über das Vincennes Junior College in Indiana nehmen. Fernab der Heimat feilt er an seinem Dribb-ling und perfektioniert seinen Sprungwurf aus der Halbdistanz. 1970 führt er seine Uni zur nationalen Meisterschaft der Junior Colleges, im Finale liefert er überragende 27 Punkte.

Vor der Saison 1971/72 schafft er die akademischen Hürden und wechselt zu North Carolina. Zu Beginn gibt es Bedenken, wie sich der Big Man in das gewachsene Team integriert – 19,5 Punkte und 10,1 Rebounds im Schnitt sowie die Wahl zum MVP beim ACC-Turnier zerstreuen diese aber. Die Tar Heels schaffen den Sprung ins Final Four, werden dort jedoch trotz 24 Punkten und 15 Rebounds von McAdoo von Florida State im Halb-finale abgefangen. Damit kommt es auch nicht zum ersehnten Centerkampf zwischen McAdoo und Bill Walton vom späteren Collegemeister UCLA.

Der Aufstieg zum MVP
Als All American verzichtet McAdoo auf sein letztes Jahr bei North Carolina und meldet sich 1972 zur Draft an. Obwohl NBA-Commissioner Walter Kennedy den Klubs nahelegt, McAdoo nicht zu draften, da er angeblich auch mit der ABA verhandeln soll, wird er von den Buffalo Braves als zweiter Pick hinter LaRue Martin (Portland) gezogen. Die Braves waren erst zwei Jahre zuvor in die Liga gekommen und im Vergleich zu den etablierten Teams bis dato nicht konkurrenzfähig … dies soll sich mit McAdoo im Kader nun ändern.
Buffalos Trainer Jack Ramsay setzt seinen Jüngling zuerst als Small Forward ein, weil er ihn für die Arbeit unter den Körben einfach für zu schmächtig hält. McAdoo gibt zwar sein Bestes auf der Drei, wird von seinen Gegenspielern aber ein ums andere Mal vorgeführt, was zu reduzierter Spielzeit führt … worüber der Rookie nicht glücklich ist. „Wenn das New York oder L.A. gewesen wäre, hätte ich es verstanden“, sagte er später. „Aber ich saß da in Buffalo, wir waren auf dem besten Weg, 60 Spiele zu verlieren, und hatten keine echten Spieler. Meine Frau hätte da mithalten können.“
Als Ramsay ihn für die letzten drei Partien ans Brett setzt, liefert McAdoo 39, 39 und 45 Punkte. Damit ist klar, dass der Rookie des Jahres künftig der neue Mittelpunkt der Braves-Offense wird. In seiner zweiten Saison zeigt McAdoo das ganze Ausmaß seines bis dato ungekannten Centerspiels. Mit 30,6 Punkten wird er Topscorer der NBA1, ist zudem mit 54,7 Prozent der sicherste Werfer der Liga. Er verdoppelt die Siege der Braves, die mit einer
Bilanz von 42-40 erstmals in die Playoffs einziehen. Ein Jahr später wird er MVP der Liga. Es ist ein Aufstieg frei nach dem American Dream.

Der Vorgänger Nowitzkis
Die etablierten Center versuchen derweil immer noch zu verstehen, was da über sie hinwegfährt. McAdoo ist ein rennender, aus der Distanz schießender Big Man – so etwas gibt es zu dem Zeitpunkt in der Welt des Basketballs nicht. „Wenn ich den verteidigen soll, habe ich keine Chance“, sagt damals beispielsweise mit Paul Silas ein kantiger Fünfer der alten Garde. Eigentlich sind Center dafür vorgesehen, sich ihre Punkte hart am Brett zu erarbeiten, so lautet das ungeschriebene Gesetz. Je näher am Korb der Wurf genommen wird, desto besser! Den Braves-Star kümmert das nur wenig. In seinen ersten vier Jahren nimmt er fast die Hälfte seiner Würfe außerhalb der Zone. „Er ist der beste Schütze aller Zeiten“, sagt Bill Russell noch heute. „Und vergesst diese Einschränkung vom ‚besten Schützen unter den Big Men‘.“
Als Dirk Nowitzki ein halbes Jahrhundert später bei den Mavericks aufblüht, ist es Pat Riley, der als Erster den Vergleich mit McAdoo bemüht. Und auch wenn der Deutsche wesentlich mehr Range hat, so ist die Ähnlichkeit im Spiel doch frappierend2: ein baumlanger Kerl, der entgegen allen Philosophien von außen draufhält. Auch McAdoo wirft von weit oben, fast von hinter dem Kopf. „Der hässlichste Wurf, den ich je gesehen habe“, sagte Jerry West einst. Gerne nimmt McAdoo seinen Schuss aus dem Dribbling oder geht im Fastbreak in der Halbdistanz sofort hoch.
Im Halbfeld agiert er gerne von den Ecken der Freiwurflinie aus, arbeitet gegen die überforderten Center viel mit Wurftäuschungen und nutzt seinen langsamen Spinmove mit anschließendem Fadeaway-Jumper … trotz Verteidigerhand im Gesicht. Wie zu Beginn von Nowitzkis Aufstieg schütteln auch damals Experten und Fans die Köpfe ob seiner Wurfauswahl. „Ich habe immer gedacht, dass das schlechte Würfe sind, die er nimmt, aber ich habe meine Meinung geändert“, sagt Kareem Abdul-Jabbar. „Nur McAdoo kann solche Würfe nehmen und treffen.“
Dazu kommt seine Schnelligkeit, sowohl im Fastbreak als auch beim ersten Schritt. „Es gibt bei McAdoo drei Ebenen des Freiseins“, erklärt Assistenztrainer Tates Locke. „Sein Gegner schaut zu, wie er sich freiläuft, er sieht, wie er frei ist, und nachdem er gepunktet hat, schaut sein Verteidiger immer noch zu … so schnell ist er!“ McAdoo bringt die gegnerischen Trainer dazu, ihre Verteidigungstaktiken umzuwerfen. Die Center sind es nicht gewohnt, ihren Gegenspieler auch draußen zu decken. „Oft wurde ich dann als Fünfer vom gegnerischen Vierer gedeckt“, sagt McAdoo. „Das hatte aber natürlich auch zur Folge, dass ich meinen kleineren Gegner ans Brett nehmen konnte.“

Der Beste aller Zeiten?
Von 1974 bis 1976 wird er drei Jahre in Folge Topscorer der NBA. Die „Sports Illustrated“ bezeichnet ihn als „schnellsten großen Mann, besten Werfer und außergewöhnlichste Scoring-Maschine, die jemals Basketball gespielt hat“. In einer Liga, die nach den Abgängen von Wilt Chamberlain, Jerry West und Oscar Robertson neue Stars braucht, wird er 1975 dank seiner 34,5 Punkte, 14,1 Rebounds und 2,2 Blocks zum MVP gewählt. In der Saison führt er die Braves zur drittbesten Bilanz der Liga (49-33). Mit 98.235 Fanstimmen fürs All-Star-Game ist er zu dem Zeitpunkt der beliebteste Spieler. Teamkollege Randy Smith besingt sogar in einem Song die Künste von McAdoo (checkt den Internetzer). Jedes Mal, wenn die Pferdelunge zu Hause punktet, bringt Hallensprecher Dan Neaverth seinen Lieblingssatz: „That’s two for McAdoo!“

Der Center der Braves ist Mitte zwanzig, hat in der ersten Phase seiner Karriere in den ersten vier Jahren bereits die wichtigsten individuellen Weihen abgegriffen und ist auf dem Höhepunkt seines Könnens. Und auch Buffalo ist langsam auf dem richtigen Weg. Nach dem 2-4 in der ersten Runde gegen Boston in den Playoffs von 1974 folgt im Jahr darauf die epische Schlacht in sieben Akten gegen Washington. Die Bullets mit den Brechern Wes Unseld und Elvin Hayes, den Stärken im Rebound sowie in der Defense und mit dem Hang zum kontrollierten Spiel. Auf der anderen Seite die Braves mit schnellem Spiel, forcierten Ballverlusten und natürlich … McAdoo.
Der legt im Schnitt 37 Punkte und 13 Rebounds auf, erzielt im vierten Spiel satte 50 Zähler und muss doch mit ansehen, wie die Serie 3-4 verloren geht. Im Jahr darauf zieht Buffalo nach einem 2-1 gegen Philly erstmals in die zweite Runde ein, um dort mit 2-4 gegen den späteren Meister Boston auszuscheiden. Wenn McAdoos Karriere vorbei sei, dann werde man ihn als besten Spieler aller Zeiten in Erinnerung behalten, erklärt Ramsay zu dem Zeitpunkt. Die Antwort von Big Mac? „Ich bin schon der Beste aller Zeiten!“

Der Abstieg zur Fussnote
Ein paar Monate später ist der Himmel dunkel. Der Center legt sich mit Teambesitzer Paul Snyder an. Seine Frau hat gerade das zweite Kind bekommen, und sein Vater erholt sich in Buffalo von einer Operation, als McAdoo wegen Rückenschmerzen ein Auswärtsspiel aussetzen will. Snyder verlangt, dass ein zweiter Doktor konsultiert wird, und suspendiert McAdoo, als der dies verweigert. Danach beschwert sich der schwierige Star öffentlich. „Denkt ihr, es ist irgendjemand besser als ich? Niemand ist besser! Denkt ihr, die Leute hier wissen das zu würdigen? Keiner würdigt das!“ Als bekannt wird, dass der Topscorer seinen auslaufenden Vertrag nur verlängern möchte, wenn er 500.000 Dollar pro Saison bekommt, reagiert Snyder: In der Saison 1976/77 wird
McAdoo nach 20 Spielen zu den New York Knicks getradet.
Die zweite, dunkle Phase seiner Karriere beginnt. In New York soll er die Idole Willis Reed und Bill Bradley ersetzen und die Knicks sofort wieder auf Erfolgskurs bringen. Stattdessen streitet er mit Spencer Haywood um die Position des Rudelführers. Als er in der Saison 1978/79 nach Boston verschifft wird, erfährt er aus der Zeitung davon. Ebenso Celtics-Manager Red Auerbach und Spielertrainer Dave Cowens, die beide vom Celtics-Besitzer John Brown nicht zu Rate gezogen worden waren. Beide sehen keinen Platz für den Scorer in Boston, und der Trainer Cowens setzt auf der Fünf lieber weiter auf den Spieler Cowens als auf den lamentierenden Neuankömmling.
Nach der Saison geht es weiter nach Detroit. In seinem zweiten Jahr dort kommen zu einem schlechten Pistons-Team noch persönliche Probleme hinzu. Sein Vater stirbt, seine Frau lässt sich von ihm scheiden. 1980/81 läuft McAdoo verletzungsbedingt nur in sechs Spielen für die Pistons auf, die ihn schlussendlich aus seinem Vertrag entlassen. Später kommt er noch für zehn Spiele bei den New Jersey Nets unter, aber sein Ruf ist ruiniert – er gilt als Querkopf, der keine Kritik verträgt. „McAdont“ ist sein neuer Spitzname, weil er angeblich nur noch wenig Energie in der Defense aufbringt. Innerhalb von sechs Jahren ist aus dem einstigen MVP eine Fußnote der NBA geworden.

Auferstehung in L.A.

Bis dahin sieht alles nach einer tragischen Karriere aus: der talentierte Überscorer, der ordentlich Output produzierte – aber das immer nur bei durchschnittlichen Teams – und dann ziemlich schnell wieder ausbrannte. Als die jungen Nets ihm amtliche 300.000 Dollar für die Saison 1981/82 anbieten, lehnt er ab. „Ich möchte nicht irgendwo spielen, wo sie einen Vier-Jahres-Plan haben“, sagt McAdoo. „Ich will jetzt gewinnen!“
An Heiligabend wird ihm dieser Wunsch überraschend erfüllt. Nach der Verletzung von Ersatzcenter Mitch Kupchak sieht Coach Pat Riley in ihm den Backup für Abdul-Jabbar. Eben war McAdoo noch kurz vor dem Karriereende, plötzlich ist er Teil der Showtime-Lakers um Magic Johnson3. „Natürlich haben wir vorher alles diskutiert“, sagt Riley. „Sein Image, seine Probleme mit den Trainern, aber wir waren dennoch sicher, dass er der perfekte Mann für unsere Bedürfnisse ist. Dieses Team ist zu gefestigt, als dass ein einzelner Spieler da Unruhe reinbringen könnte.“
Als erster Mann von der Bank zieht McAdoo 1982 mit den Lakers in die Playoffs ein. In den ersten beiden Runden gegen die Suns und San Antonio legt er als Reservist 17 Punkte im Schnitt auf. Beide Serien werden mit 4-0 gewonnen. Im Finale wird Philly mit 4-2 besiegt: Bob McAdoo, der angebliche Störenfried und Egozocker, ist NBA-Champion. „Ich erinnere mich daran, dass er geweint hat wie ein Baby, nachdem er seine erste Meisterschaft mit uns gewonnen hatte“, sagt Magic Johnson später.
In den folgenden drei Jahren steht Bob McAdoo in der erfolgreichsten Phase seiner NBA-Karriere mit den Lakers immer im Finale und holt 1985 mit einem 4-2 gegen Boston eine weitere Meisterschaft. Danach fällt er einer Verjüngungskur zum Opfer. Nach einer halben Saison bei den 76ers kann sich McAdoo mit keinem NBA-Klub einigen und überrascht wieder alle, indem er 1986 nach Europa wechselt.

Erfolge in Übersee
Bei Tracer Mailand spielt er mit Legenden wie Dino Meneghin und einem gewissen Mike D’Antoni zusammen. In seinem ersten Jahr führt er seinen Klub mit 26,1 Punkten und 10,2 Rebounds im Schnitt zur italienischen Meisterschaft und zum Gewinn der Europaliga. Mit Stars wie Drazen Petrovic, Nikos Galis, Arvydas Sabonis, Toni Kukoc und Vlade Divac ist der europäische Basketball damals auf dem Höhepunkt. 1988 wird im belgischen Gent das Finale der Europaliga erstmals in Form eines Final Four ausgetragen.
Neben Titelverteidiger Mailand qualifizieren sich Aris Saloniki, Maccabi Tel Aviv und Partizan Belgrad. Der 36-jährige McAdoo schenkt Saloniki im Halbfinale 39 Punkte ein. Im Endspiel gegen Tel Aviv, das mit 90:84 gewonnen wird4, erinnert er sich trotzdem noch heute vor allem an die griechischen Fans: „Da waren 6.000 Fans von Aris, die ihr Team im Finale erwartet hatten. Sie kamen trotzdem zum Finale, stellten sich aber für zwei Stunden mit dem Rücken zum Spielfeld und sangen … ohne sich das Spiel anzuschauen. Das war ihre Art und Weise, uns allen zu zeigen, dass es ihnen völlig egal ist, wer gewinnt, wenn es nicht ihr Klub ist.“
Zwei Europapokale, zwei italienische Meisterschaften und einen Pokalsieg feiert McAdoo in den vier Jahren in Mailand. Nach anschließenden Engagements in Forli und Fabriano, wo er in seiner vorletzten Saison immerhin noch 31,6 Punkte im Schnitt auflegt, beendet er 1992 nach 20 Profijahren im Alter von 41 Jahren seine Karriere.
Vier Jahre später wird er zum 50. Geburtstag der NBA nicht unter die 50 besten Spieler in der Geschichte der NBA gewählt5. Er ist der einzige MVP, dem diese Ehre vorenthalten wird. „Ich habe mich daran gewöhnt, dass meine Karriere kritisch betrachtet wird. Ich weiß nicht, warum das so ist, ich weiß nur, dass es so ist“, sagt er. „Aber das stört mich nicht mehr so wie früher. Ich brauche nur meine Meisterschaftsringe und die anderen Auszeichnungen anzuschauen, und dann weiß ich, dass ich in meiner Zeit einiges richtig gemacht haben muss.“ sven@fivemag.de

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1. Neben seinen 30,6 Punkten greift er auch 15,1 Rebounds im Schnitt ab. Bis heute das letzte Mal, dass in der NBA ein Spieler 30/15 im Schnitt über eine Saison lieferte.
2. Weitere Parallelen zwischen McAdoo und Nowitzki sind die überragende Freiwurfquote sowie die Defense-Allergie zu Beginn der Karriere – und auch der Deutsche wurde anfangs von Don Nelson mal auf der Drei eingesetzt.
3. Klingt nicht nur wie Stephon Marbury und die Celtics heute, sondern war auch so ähnlich.
4. McAdoo wird nach 25 Punkten und 14 Rebounds im Finale MVP des ersten Final Four.
5. Dafür wird er aber 2000 in die Hall of Fame aufgenommen und 2008 zu einem der 50 wichtigsten Spieler in der Geschichte der Europaliga gewählt.

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ein Kommentar to “Bob McAdoo – McAdoo Can Do”

  1. Dmitrj Karle says:

    Toller Artikel, der unter die Haut geht!

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